Gottessuche ist Herzensarbeit

Weihbischof Dominicus würdigte Bruder Jordan

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Weihbischof Dr. Dominicus Meier feierte den Festgottesdienst zum diesjährigen Bruder-Jordan-Tag in Dortmund.Foto: Maas
veröffentlicht am 02.03.2017
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Dortmund. Sein Besuch beim Bruder-Jordan-Tag stand schon auf der Kippe, doch „die Kippe hat für Sie entschieden“. Und so nutzte Weihbischof Dr. Dominicus Meier gerne die Gelegenheit, trotz seiner Visitation im Erzbistum, Jordan Mai an seinem 95. Todestag zu würdigen.

von Wolfgang Maas

Beim Blick durch die Reihen der nahezu vollbesetzten Franziskanerkirche fiel auf, dass so mancher kurz zusammenzuckte. Denn die Worte in der Ansprache von Weihbischof Dominicus machten ängstlich. „Es kann jederzeit passieren, jedem von uns.“ Der Weihbischof wurde konkreter: „Es kann geschehen, dass Gott verschwindet. Der Faden scheint irgendwie gerissen zu sein.“

Urplötzlich, ohne konkreten Anlass könne dies geschehen – eine Vorstellung, die Angst macht. Denn das Vertraute, das, auf was man sich immer verlassen konnte, ist plötzlich nicht mehr da.

Und doch stellte Weihbischof Dominicus klar: „Gott lässt sich finden und er macht es uns leicht. Gottessucher müssen nur das eine tun – ihr Herz öffnen.“ Denn die Got­tes­suche sei Herzensarbeit.

Bruder Jordan, davon zeigte sich Dr. Dominicus Meier überzeugt, war eben so ein Mensch. Auf der einen Seite jemand, der stoisch und treu seinen Dienst im und für das Franziskaner-Kloster erledigte. Auf der anderen Seite sei er auch eine Person gewesen, die Gott suchte, mit ihm rang. Das passe zu dem Leben eines Mannes, in dem so manches nicht richtig zusammenpassen will. „Man unterschätzte ihn, die Kraft seines Herzens.“

Wer Bruder Jordan verstehen wolle, müsse – so wie er es zeitlebens tat – in die Kirche gehen. Hier sei der Ort, an dem er sich diesem Konflikt stellte. Gotteshäuser bezeichnete Dominicus „als Brennpunkt“. Die wichtigen Fragen im Leben werden hier auf den Punkt gebracht und es wird nach Antworten gesucht.

Dies sei auch der Ort, wo Menschen den Mut finden, in Krisenzeiten weiterzumachen. Denn der Alltag mit seinen Sorgen und dem Lärm bleibt außen vor.

„Von der Kirche geht herzlicher Frieden aus“, betonte Weihbischof Dominicus. Und er wünschte den Wallfahrern, „durch die Begegnung mit Bruder Jordan zu friedfertigen Menschen zu werden“.

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