„Ein Thema, das uns alle angeht“

Aktionswoche „Sucht hat immer eine Geschichte“ vom 14. bis zum 23. September im Kreis Paderborn

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Sie setzen auf Vorbeugung und Aufklärung: Valentina Beckin (l.) und Vera Koßmann, Mitarbeiterinnen der Suchtkrankenhilfe und Organisatorinnen der Aktionswoche. Foto: Flüter
veröffentlicht am 09.09.2016
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Kreis Paderborn. Am 14. September beginnen die Aktionstage „Sucht hat immer ein Geschichte“. Neun Tage lang, bis zum 23. September, finden 120 Kurse, Vorträge, Lesungen und Workshops in Städten und Gemeinden des Kreises statt – ein Veranstaltungsmarathon, der vor allem vermitteln will, wie ein gutes Leben vor Suchtgefahren schützt. Die Veranstalter vom „Arbeitskreis Suchtprävention im Kreis Paderborn“ werben bereits flächendeckend für das Großereignis.

von Karl-Martin Flüter

„Sucht ist allgegenwärtig“, sagt Vera Koßmann von der Caritas-Suchtkrankenhilfe. „Das ist ein Thema, das uns alle betrifft. Deshalb sind die Aktionstage so wichtig.“ Zusammen mit ihrer Caritas-Kollegin Valentina Beckin hat Vera Koßmann die Organisation der Aktionswoche übernommen. Im Büro der Suchtkrankenhilfe im Ükern stapeln sich Plakate und Broschüren. Mehr als 6 000 Flyer mit den Programmen werden zurzeit im Kreis verteilt.

Ein bestimmter Schwerpunkt liegt den Veranstaltern besonders am Herzen. „Wir schauen nicht nur auf die Krankheit Sucht, sondern auch darauf, was die Menschen gesund erhält“, betont Valentina Beckin. „So kann ein starkes Selbstwertgefühl gegen Suchtgefahren schützen“, sagt Vera Koßmann. „Diese Ressourcen zu erkennen und zu stärken ist das Ziel der Woche.“

Der positive Ansatz durchzieht viele der 120 Vorträge, Lesungen, Workshops und Kulturveranstaltungen, die zwischen dem 14. und 23. September im Kreis Paderborn stattfinden. In dem umfangreichen Katalog zur Woche findet sich etwa eine Lesung mit einem prominenten Ausdauersportler, ein Hip-Hop-­Workshop zum Thema Essstörungen, ein Kurs zur Stressvorbeugung, ein Perkussions-Seminar oder eine Theateraufführung. Angesprochen fühlen dürfen sich alle Generationen – vom Kita-Kind bis zu den Großeltern. Sie alle können etwas für sich und damit für ihre eigene Suchtprophylaxe tun.

Schon die Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch, 14. Sep­tember, stellt die Suchtprävention unter das Thema Selbstwertstärkung. „Was Menschen Halt gibt“, heißt der Eröffnungsvortrag von Jens Müller, Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

Die Aktionswoche Sucht findet in sechs ausgewählten Kreisen in Nordrhein-Westfalen statt. Gefördert wird die Aktionswoche vom NRW-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter. Im Kreis Paderborn ist der „Arbeitskreis Suchtprävention im Kreis Paderborn“ für die lokale Durchführung verantwortlich. In dieser AG sind der Caritasverband, die Jugend­ämter von Stadt und Kreis, die Polizei sowie AOK und Barmer vertreten.

Vor einem Jahr hat der „Arbeitskreis Suchtprävention im Kreis Paderborn“ angefangen, Ideen für die Aktionswoche zu sammeln. Dass sich am Ende fast 80 soziale Träger, Jugendzentren, Vereine und Unternehmen beteiligten, „war kaum zu erwarten“, meint Valentina Beckin: „Die Aktionswoche ist schon jetzt ein Erfolg, weil sie die Zusammenarbeit der Träger und Einrichtungen im Kreis gestärkt hat.“

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