Im Zeichen der Barmherzigkeit

Wallfahrtszeit in der Werler Basilika feierlich eröffnet

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Das obligatorische Gruppenfoto nach dem Gottesdienst: Die Zelebranten, Ministranten und die Delegation der Schützen vor der Wallfahrtsbasilika. Foto: Nückel
veröffentlicht am 04.05.2016
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Werl. Mit einem feierlichen Gottesdienst ist die diesjährige Wallfahrtszeit in Werl eröffnet worden. Nach dem Einzug durch die Heilige Pforte der Basilika entzündete Weihbischof Wilfried Theising aus dem Bistum Münster die Wallfahrtskerze.

Ganz im Zeichen der Barmherzigkeit stand der Festgottesdienst in der Wallfahrtsbasilika. Viele Pilger aus dem ganzen Erzbistum Paderborn sowie darüber hinaus konnte Wallfahrtsleiter Pater Ralf Preker in der überfüllten Kirche begrüßen – an erster Stelle Weihbischof Wilfried Theising, der aus Xanten in den drittgrößten Marienwallfahrtsort Deutschlands gekommen war. „Der Weihbischof ist in Werl kein Unbekannter. Er kommt immer wieder gerne hierher“, so Pater Ralf.

In seiner Predigt rief Weihbischof Theising die Gläubigen zum christlichen Handeln auf, um dadurch andere Menschen zu gewinnen. Die Antwort auf alle kritischen Fragen im Zusammenhang mit den Flüchtlingen „kann nur die Antwort der Liebe sein“, betonte Theising und fügte hinzu: „Christen haben die Aufgabe, das Christsein in besonderer Weise zu leben.“

Schon zu Beginn des Gottesdienstes hatte der Weihbischof berichtet, dass er einen besonderen persönlichen Bezug zum Werler Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ habe. Er kenne kein Gnadenbild, dass so schön sei wie das Werler. In seiner Predigt setzte er den Gedanken fort. Der Blick der Muttergottes sei wohltuend. Ob Sorgen, Krankheit, Streit, Ängste, aber auch die Dankbarkeit für Schönes – „alles können wir zu Maria tragen“, sagte Theising. „Maria gibt uns Ansehen, sie nimmt uns wahr.“

Die Größe der Muttergottes mache nicht aus, dass sie Jesus in sich getragen habe. „Maria ist Vorbild, weil sie geglaubt hat. Das ist auch unsere Berufung“, fuhr der Weihbischof fort. Die Menschen sollten Ja sagen zu dem Leben, dass Gott für sie bestimmt habe.

Mit Hinweis auf den Gang durch die Heilige Pforte zu Beginn des Gottesdienstes rief der Weihbischof die Gläubigen auf, auch über den Wallfahrtstag hinaus Pforten zu durchschreiten. „Das hält uns geistig in Bewegung“, meinte Theising und fügte hinzu: „Maria wird immer da sein, wenn wir Pforten durchschreiten.“

Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit sollten die Christen als Geschenk nehmen, „in dem wir verwandelt werden und in dem wir die Barmherzigkeit weitergeben an unsere Mitmenschen“, schloss Weihbischof Theising seine Predigt.

Wallfahrtsleiter Pater Ralf Preker nannte die barmherzige Liebe Gottes zu Beginn des Gottesdienstes den „Kern unseres Glaubens“. In vielen Liedern werde Maria auch „Mutter der Barmherzigkeit“ genannt, schlug Pater Ralf den Bogen zur Muttergottes. Ihr ganzes Leben sei geprägt von der fleischgewordenen Barmherzigkeit, wie Papst Franziskus es formuliert habe.

Der Guardian der Werler Franziskaner dankte herzlich dem Madrigalchor für die schöne musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes. Auch dem Verantwortlichen für den Blumenschmuck in der Kirche und besonders vor dem Gnadenbild zollte er große Anerkennung für die hervorragend gelungene Gestaltung der Blumengebinde.

Matthias Nückel

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