Spenden statt Festakt

Kolpingsfamilie St. Vincenz in Menden feierte 150-jähriges Jubiläum

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Die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände und der Kirchengemeinde freuten sich über die Spende der Kolpingsfamilie. Foto: Kolping
veröffentlicht am 04.03.2016
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Menden. Als Adolph Kolping im Jahre 1849 in Köln den ersten Katholischen Gesellenverein gründete, konnte niemand ahnen, dass dieses die Urzelle eines weltweiten Verbandes mit gegenwärtig rund 450 000 Mitgliedern in weltweit etwa 5 800 Kolpingsfamilien werden sollte.

Schon acht Wochen nach dem Tod Adolph Kolpings im Jahre 1865 gründeten 44 junge Männer, darunter der damalige Pfarrer Röper und Bürgermeister Papenhausen, am 2. Februar 1866 einen katholischen Gesellenverein in Menden.

Die Überzeugungskraft der Idee Adolph Kolpings und nicht zuletzt der persönliche Eifer eines jeden Mitgliedes sorgten dafür, dass der Verein schon bald zu einem beachtlichen Faktor im gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt heranwuchs.

Aus diesem Gesellenverein entstanden im Laufe der Zeit auch die Kolpingsfamilien in Lendringsen, Halingen, Schwitten, Oesbern, St. Walburgis und Hl. Kreuz. Kolpings Leben und Wirken ist noch heute im weltweiten Verband für viele Menschen Vorbild christlichen Lebens.

Mit Freude und Dankbarkeit feierte die Kolpingsfamilie St. Vincenz nun ihr 150-jähriges Bestehen mit einer heiligen Messe in der Kapelle des Krankenhauses. Die Geburtstagsfeier im Pfarrzentrum wurde von dem Ehrenvorsitzenden Reinhold Berndes und dem Ehrenvorstandsmitglied Hubert Milhan mit dem Anschneiden einer Geburtstagstorte – mit dem Kolpinglogo – eröffnet. Auf einen großen Festakt verzichtete die Kolpingsfamilie ganz bewusst und überreichte an diesem Tag lieber einen Scheck an verschiedene Vereine für ihre vielseitige ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinde.

So erhielten die Caritas
St Vincenz 2 000 Euro, der SKM/SKF Menden 2 000 Euro und die Kirchengemeinde St. Vincenz zur Erhaltung des Vincenzturms, der das Wahrzeichen der Stadt ist, ebenfalls 2 000 Euro.

Anhand einer kleinen Ausstellung konnten die Mitglieder die vergangene Zeit der Kolpingsfamilie noch einmal Revue passieren lassen. Es wurden Bilder der 100-Jahr-
Feier am 4. bis 13. Juni 1966 mit einem imposanten Festzug durch die Stadt Menden als Höhepunkt gezeigt. Das 125-jährige Jubiläum am 13. April 1991 mit großem Festakt unter Mitwirkung des damaligen Generalpräses Heinrich Festing und das 140-jährige Jubiläum am 3. September 2006 mit Diözesanpräses Stephan Schröder kamen in der Ausstellung ebenfalls zur Geltung.

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