Tragende Übereinstimmung

  • 18.05.2020

In der heutigen Lesung aus der Apostelgeschichte heißt es am Ende: „Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet.“ (Apg1,14) Wenn man die Bedeutung des Wortes „einmütig“ nachschlägt, erfährt man, dass einmütig zu sein so viel bedeutet, wie in völliger Übereinstimmung zu sein. In völliger Übereinstimmung beten die Jünger zusammen mit den Frauen, mit Maria und mit den Brüdern Jesu (vgl. Apg1,14). Worin stimmen sie völlig überein?

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Warum das Christentum trotz Verfolgung besteht

  • 11.05.2020

Die Situation in der Apostelgeschichte findet nach einem tragischen Ereignis statt: Stephanus, einer der sieben Diakone, ist auf grausame Art und Weise gesteinigt worden. Der erste Christ ist für seinen Glauben gestorben. Infolgedessen beginnt eine schwere Verfolgung der Christinnen und Christen. Sie verlassen ihre Heimat. Aber es gibt Hoffnung.

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Einfach mal abtauchen!

  • 24.04.2020

Ganz schön eigenartig die Stimmung, die im heutigen Evangelium anklingt: Jesus erscheint seinen Jüngern das dritte Mal nach seiner Auferstehung, ein reicher Fischfang geschieht, er hält Mahl mit seinen Jüngern – und der Text berichtet von keiner einzigen Emotion. Eigentlich müsste den Jüngern – wie beim Gang nach Emmaus – doch das Herz in der Brust brennen, als sie Jesu Gegenwart in ihrer Mitte erkennen …

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Prophetisches Krisenmanagement

  • 27.03.2020

Wieder einmal prägt der Begriff „Krise“ die mediale Berichterstattung unserer Tage. Wer kennt sie nicht, die sogenannte „Krise“: Bedingt durch gesundheitliche Probleme, persönliche Konflikte oder plötzliche Schicksalsschläge, oder– wie wir es derzeit erleben– durch einen Virus, der den Alltag völlig unerwartet dominiert: Mit einem Mal wird Sicherheit brüchig und das Leben steht unter ganz neuen Vorzeichen.

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Geheimnisvoller Ausblick auf das danach

  • 06.03.2020

Auf ihrem Weg mit Jesus sollen die Jünger verstehen lernen, wer er ist. Kurz vor der Verklärung hatte Petrus das Bekenntnis abgelegt, dass Jesus für ihn der Messias ist, worauf Jesus von seinem Leiden und von seiner Auferstehung gesprochen hat und die Jünger aufforderte, ihm auf diesem Weg zu folgen (Mt16,13–28). Leiden und Auferstehung müssen gemeinsam bedacht werden, um zu verstehen, wer Jesus ist. Wenn Jesus Petrus, Jakobus und Johannes mit auf den Berg der Verklärung nimmt, sind es dieselben Jünger, die ihn auch in den Garten Gethsemane begleiten werden (Mt26,37). 

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Gott macht den Anfang

  • 28.02.2020

In der Osternacht entfaltet die Kirche den ganzen Reichtum ihrer Liturgie. Allein schon die sieben Lesungen aus dem Alten Testament zeigen nicht nur die Größe der biblischen Botschaft vom rettenden Gott. Sie können auch verwirren oder sogar verstören: „Was ist von einem Gott zu halten, der von Abraham fordert, den Sohn zu opfern, und die ägyptische Armee im Meer versenkt?“ In einer siebenteiligen Artikelserie legen die Bibelwissenschaftler Georg Steins und Egbert Ballhorn die alttestamentlichen Lesungen aus und eröffnen neue Perspektiven auf die Feier der Osternacht.

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„Liebet eure Feinde!“ Wie das?

  • 21.02.2020

„Ich aber sage euch...“ Was für den einen wie die Einleitung zu einem gut gemeinten Ratschlag klingt, lässt den anderen einen provokanten Besserwisser vermuten, der gerade zu Hochtouren aufläuft. Mit diesen Worten begegnet uns Jesus im heutigen Evangelium. In welche Kategorie ordnen wir ihn ein? Jesus, der Ratgeber, oder Jesus, der Klugscheißer?

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Zwischen Erwartung und Erfüllung

  • 31.01.2020

„Der wird bestimmt mal Musiker, so gerne, wie der Musik hört.“ Einen solchen oder so ähnlichen Satz hören wir immer mal wieder über unseren Sohn, der mittlerweile anderthalb Jahre alt ist. Fast alle Eltern, Großeltern und Paten haben Erwartungen an „ihre“ Kinder, wünschen ihnen eine gelingende Zukunft und sehen auch Hoffnungsträger in ihnen, überfrachten sie aber vielleicht mit ihren Wünschen und ihren Vorstellungen vom Leben. Manchmal fühlen wir uns damit unwohl, weil wir unser Kind als Kind im Hier und Jetzt wahrnehmen und nicht schon weit vorausschauen wollen, was aus ihm werden könnte oder gar sollte.

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Der Große und das Lamm

  • 20.01.2020

Als ich mir Gedanken über das heutige Evangelium gemacht habe, fiel mir das unten stehende Bild in die Hände. Diese Figur steht auf dem Hochaltar in der Kirche in Dinklar, einem Dorf in der Nähe von Hildesheim. Sie zeigt Johannes den Täufer nahezu in Lebensgröße und daneben, fast zu übersehen, ein Lamm, das zu Johannes hochschaut.

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