Ausstellung über das Turiner Grabtuch
Gebetsgruppe Foyer lädt ein.
Mit einer besonderen Ausstellung lädt die Delbrücker Gebetsgruppe Foyer der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist zur Einstimmung auf die Passions- und Osterzeit ein. Gezeigt wird in der Pfarrkirche die Ausstellung „Das Turiner Grabtuch – Bild des Leidens und der Auferstehung Christi“. Nach dem Gottesdienst am Samstag, 21. März, wird die Präsentation eröffnet und ist anschließend kostenfrei bis Montag, 6. April, in St. Johannes Baptist ganztägig zu sehen.
Zusammengestellt hat die Ausstellung Diakon Dirk Gellert aus dem Pastoralen Raum Börde-Egge. Er beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit den Forschungsergebnissen um das Grabtuch. „Aufgrund von meinen Nachforschungen und dabei zusammengetragener Informationen kam mir irgendwann der Gedanke, dass ich eine eigene Ausstellung nur über das Turiner Grabtuch organisieren könnte“, sagt er. Das Turiner Grabtuch, ein in Fischgrätmuster gewebtes Leinentuch, zeigt das Ganzkörper-Abbild eines Menschen. Es wird im Turiner Dom aufbewahrt und zählt zu den am häufigsten untersuchten archäologischen Objekten.
Gellert ging es bei der Zusammenstellung der Ausstellung darum, alle Informationen über das Turiner Grabtuch und dessen wissenschaftliche Untersuchungen leicht verständlich zu vermitteln. „Und vor allem ging und geht es mir dabei um die Sache Jesu und um unseren Glauben“, so der Diakon. Ihn berührt das Erlösungswerk Christi und „sein unermessliches Leiden durch das ganze Geschehen der Kreuzigung.“ Für Gellert ist es im Turiner Grabtuch besonders anschaulich sichtbar.
Die Ausstellung, die bereits in St. Vitus in Willebadessen und in St. Johannes in Brenkhausen gezeigt wurde, lädt nun Gläubige wie Wissbegierige aus dem Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof ein, sich mit der Geschichte des Turiner Grabtuches auseinanderzusetzen. Auf zehn Tafeln werden dazu viele Informationen geliefert. Einige zusätzliche Replikate wie weitere Grabtuchnachbildungen, ein Flagrum, geschmiedete Nägel und auch eine Dornenkrone komplettieren die Ausstellung. Samstägliche Führungen durch die Ausstellung nach der Abendmesse runden das Angebot ab. Einladungen zum Friedensgebet, vor allem in der Karwoche täglich nachmittags um 15 Uhr, ergänzen spirituell. Führungen durch die Ausstellungen können per Mail vereinbart werden (ausstellung@pv-delbrueck-hoevelhof.de).
In die Zeit der Ausstellung fällt auch der Abend der Barmherzigkeit, gefeiert mit einer Heilligen Messe mit Weihbischof Matthias König am Freitag, 27. März, um 18 Uhr, ebenfalls in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Zu Predigt-Impuls, anschließende Anbetung, berührender Lobpreis, Beichtmöglichkeit, Heilungsgebet, Einzelsegen und Möglichkeit der Krankensalbung sind alle Gläubigen willkommen.
Info
Die Ausstellung über das Turiner Grabtuch stellt für die Gebetsgruppe Foyer eine Ergänzung der über 500 jährigen Kreuzverehrung im Delbrücker Land dar. „Der Boker Adelige Philipp von Hörde brachte 1496 von einer Pilgerreise nach Jerusalem eine wertvolle Kreuzreliquie ins Delbrücker Land, die sofort Verehrung in der Bevölkerung erfuhr, besonders in der Fastenzeit. Heute geben zahlreiche Votivgaben Zeugnis von wunderbaren Gebetserhörungen vieler Pilger, und auch die Kreuztracht am Karfreitag hat dort ihren Ursprung. So sollen auch das am Karfreitag getragene Kreuz sowie die von der Messdienergruppe präsentierten uralten Darstellungen der Marterwerkzeuge wie auch das seit Jahrhunderten verehrte Kreuz mit der Kreuzreliquie in die Ausstellung integriert werden“, so Theresia Westerhorstmann von der Gebetsgruppe Foyer.