Zupacken für Weihnachten

Christbaumschlagen für die Kirchen hat in der Pfarrei St. Franziskus Tradition

Hamm. Damit die Kirchen an Weihnachten festlich glänzen, gehören die vielen großen und kleinen Tannen an Altar und Krippe fest dazu. In der Gemeinde St. Franzikus von Assisi in Hamm kümmert sich eine kleine Gruppe Jahr für Jahr ehrenamtlich um die Christbäume. Das bedeutet viel Arbeit, aber diesen speziellen Ehrenamtlern steht der Spaß an ihrer Arbeit ins Gesicht geschrieben.

Von der kleinen Tanne an der Krippe bis zur viele Meter großen für den Altarraum – für diese Gruppe der Gemeinde ist das kein Pro­blem! Foto: Körtling

 

Die Kälte im Wind ist schneidend. Der angetaute Boden macht die Schritte schwer und die Sonne, die an diesem Sams­tag über Elpe im Sauerland steht, blendet. Doch die Ehrenamtler erledigen nicht nur gewissenhaft ihre Arbeit: Sie haben auch jede Menge Spaß dabei.

Sie haben sich in die Tannenschonung aufgemacht, die ihnen Gastgeber Klaus Kleine zugewiesen hat. Kleine und seine Frau Ulla leben in Hamm und sind Mitglied der St.-Franziskus-Gemeinde, doch durch seine Wurzeln in Elpe verfügt er dort über ein idyllisches Häuschen am Hang, sowie umliegende Tannen- und Waldflächen. Wie lange die Tradition dieses Bäumeschlagens schon besteht, kann niemand so ganz genau sagen. Dass es aber schon einige Jahrzehnte sind, steht fest.

Noch in der Dunkelheit hatten sich die Ehrenamtler aufgemacht. Ein Helfer fährt den offenen Pritschenwagen, der Stunden später voll mit Tannen ist. Mit ihm fahren der junge Küster und der Sohn des früheren Küsters. Im zweiten Auto folgen der Leitungs­team­sprecher der KAB, ein weiteres KAB-Mitglied sowie ein Sohn des Leitungsteam­sprechers, der inzwischen zwar in Essen wohnt, doch auf diese Tradition nicht verzichten will.

Im Sauerland angekommen, wird erst einmal gemeinsam gefrühstückt. Die Eheleute hatten bereits mit Kaffee gewartet. Nach einer kurzen Einweisung durch den Hausherrn geht es los: Mit Netzmaschine und Kettensäge geht es in die Schonung.

Oben im Forst wird geprüft, verworfen, neu ausgesucht und schon bald hört man die Säge arbeiten. Es wird viel gelacht, die Holzfäller erinnern sich an mache Anekdote, etwa als die im Herbst ausgesuchten und markierten Bäume vor lauter Schnee nicht wiederzufinden waren.

Wenn ein Baum nicht so einfach durch die Netzmaschine geht, ist voller Einsatz gefragt. Am Ende hat sich aber ein imposanter Berg an Tannen für die Liebfrauen- und die St.-Elisabeth-Kirche aufgetürmt. Nachdem vor Ort alle Bäume verteilt wurden, ist es zwar schon wieder dunkel, doch die Verabredung steht: Nächstes Jahr, selbe Zeit!

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