Welle der Spendenbereitschaft trotz Corona

Iserlohner Kenia-Team mit der Osterkerzenaktion mehr als zufrieden nach anfänglicher Bedenken

Neben den selbstgestalteten Osterkerzen wurden auch erstmals handbemalte Ostereier für den guten Zweck verkauft. Foto: Annabell Jatzke

 

Iserlohn. Zunächst hatte das Kenia-Team von St. Pankratius Iserlohn Angst, die traditionell zu Ostern selbstgebastelten Osterkerzen aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Kontaktsperre in diesem Jahr nicht verkaufen zu können – aber das Gegenteil war der Fall.

Von Annabell Jatzke

Die Nachfrage nach den selbstgestalteten Kerzen (Der Dom berichtete), fanden reißenden Absatz. Zum Glück konnte die gemeinsame kreative Gestaltung vor Beginn der Kontaktsperre abgeschlossen werden. 150 kleine und 30 große Kerzen mit österlichen Motiven sowie erstmals auch 50 bemalte Ostereier wurden fertiggestellt. Durch einen Aufruf in der Lokalzeitung sowie im Dom hoffte das Kenia-Team, die Kerzen und Eier „an den Mann zu bekommen“ und damit Geld für die Unterstützung von Kindern in den Slums von Kibagare in Nairobi zu sammeln.

Geld für Kinder in Slums

Telefonisch oder per E-Mail hatten Interessenten die Möglichkeit, sich eine Kerze, die sonst in den Vorjahren eigentlich nur vor Ort und nach dem Gottesdienst verkauft wurden, zu sichern. „Was nach der Veröffentlichung der Berichte geschah, überraschte uns wirklich so Hauptorganisatorin Sophia Bergandt. Das Kenia-Team erhielt Bestellungen aus Hamm, Herne, Erwitte und Lippetal. Um schließlich alle Wünsche zu erfüllen, wurde zur Heimarbeit aufgerufen und drei „Kerzenkünstlerinnen“ gestalteten die Restrohlinge.

Die Bestellungen kamen dann per Telefon: Die einen bestellten die Kerzen für kranke Familienmitglieder, andere erfreuten sich selbst an den Kunstwerken aus Wachs. Manch einer war dankbar über das Angebot der telefonischen Bestellung und der postalischen Zustellung, konnte doch so in der Krise mit den Osterkerzen ein Teil der christlichen Tradition aufrechterhalten werden. „Von vielen erfuhren wir auch, dass die Kerze beim täglichen Abendgebet angezündet wurde und so verbindet uns das Osterlicht auf eine besondere Weise als Glaubensschwestern und -brüder“, berichtete Sophia Bergandt.

Auf besondere Weise verbunden

Die Dankbarkeit der Empfänger zeigte sich auch in der Spendenbereitschaft, manch einer stockte den Betrag auf. Und so kam die Spendensumme von insgesamt 2342 Euro für die Osterkerzen-Aktion zusammen. Eine Summe und überwältigende Anteilnahme an dem Hilfsprojekt, die nicht nur das Kenia-Team, das im Namen von Schwester Emmah ASN, Leiterin des Kibagare Good News Centre, herzlich dankt, staunen ließ.

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