Warenkörbe leiden unter Hamsterkäufen

Supermärkte haben deutlich weniger Waren übrig

Für von Armut Betroffene bieten zahlreiche Caritas-Warenkörbe und -Speisenkammern günstige Einkaufsmöglichkeiten, wenn denn genug Waren von den Supermärkten gespendet werden. Im Bild Ehrenamtliche der mit dem Pauline-von-Mallinckrodt-Preis der CaritasStiftung im Erzbistum ausgezeichneten „CariTasche“ in Iserlohn. Foto: CariTasche

 

Paderborn (cpd). Die Hamsterkäufe aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus beeinträchtigen die Lebensmittelversorgung der Caritas-Warenkörbe, -Speisenkammern und -Tafelläden im Erzbistum.

„Aufgrund der Hamsterkäufe bekommen diese deutlich weniger Ware“, sagt Christoph Eikenbusch, Abteilungsleiter „Armut – Teilhabe“ beim Diözesan-Caritasverband Paderborn. „Es ist eindeutig wahrnehmbar, dass das Warenangebot zurückgeht, Obst knapp ist und die Regale in den Hilfseinrichtungen nur bedingt aufgefüllt werden können.“

Dass die Warenkörbe kaum haltbare Lebensmittel wie z. B. Konserven bekämen, sei zwar normal, berichtet etwa Marita Hill, Geschäftsführerin des SKFM Menden. Doch nun würden auch Obst und Gemüse knapp. „Normalerweise haben wir davon immer mehr als genug.“ Ein örtlicher Discounter habe zuletzt gar keine Ware mehr zur Verfügung stellen können. Der Caritas-Warenkorb Werl, der rund 600 Menschen versorgt, berichtet gar von einem Rückgang bei den Warenspenden um 50 Prozent.

Obst und Gemüse knapp

Bei der Caritas-Speisenkammer in Bad Wünnenberg sei ein verschärfter Rückgang an gespendeten Lebensmitteln zu beobachten, berichtet Leiterin Rita Lesen. Selbst nachbestellte Konserven hätten vom örtlichen Supermarkt zunächst nicht geliefert werden können. „Es gibt weniger von allem.“

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