Große Fußstapfen

Ein Kommentar von Matthias Nückel

Mit einer bewegenden Feier sind die letzten fünf Franziskaner am vergangenen Sonntag aus Werl verabschiedet worden. Zugleich wurde das neue diözesane Wallfahrtsteam, das künftig die Pilgerinnen und Pilger betreut, in sein Amt eingeführt.

Der Wechsel ist vollzogen: Der bisherige Wallfahrtsleiter P. Ralf Breker (rechts) überreichte das Gnadenbild an Erzbischof Becker, der es an den neuen Wallfahrtsleiter Dr. Gerhard Best übergab. Foto: Nückel

 

Die große Dankbarkeit gegenüber den Franziskanern drückte sich nicht zuletzt auch in der riesigen Zahl der Menschen aus, die aus dem gesamten Erzbistum und darüber hinaus zur Verabschiedung in den drittgrößten Marienwallfahrtsort Deutschlands gekommen waren.

Die Franziskaner haben in den vergangenen 170 Jahren in Werl große Fußstapfen hinterlassen. Sie haben die Wallfahrt zur „Trösterin der Betrübten“ zur Blüte geführt. Der franziskanische Geist hat Werl geprägt. Vieles hat sich in den vergangenen Jahren schon verändert. Die Marienverehrung ist unter den Franziskanern moderner geworden – vor allem unter dem letzten Wallfahrtsleiter, Pater Ralf Preker. Doch geblieben sind immer die Emotionen, ohne die der Glaube nicht möglich ist. So stellte Erzbischof Kardinal Jaeger einmal fest: „Paderborn ist das Hirn, Werl das Herz der Diözese.“

In diese großen Fußstapfen der Franziskaner tritt nun ein diözesanes Wallfahrtsteam. Mit Domkapitular Dr. Gerhard Best, Gemeindereferentin Ursula Altehenger und Pastor Stephan Mockenhaupt hat die Bistumsleitung eine gute Wahl getroffen – zumal Best und Altehenger als gebürtige Werler mit den lokalen Gegebenheiten bestens vertraut sind.

Die Weichen für eine gute Zukunft der Werler Wallfahrt sind also gestellt. Der Trend zum Pilgern – auch unter jungen Menschen – macht zudem Hoffnung, dass die Wallfahrt zur „Trösterin der Betrübten“ nach Werl auch die nächsten Jahrhunderte Bestand haben wird.

Einen ausführlichen Bericht mit zahlreichen Fotos vom Abschied der Franziskaner aus Werl finden Sie in der gedruckten Ausgabe des Dom Nr. 36/2019.

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