Geniale Partnerschaft zwischen Alt und Jung

Prämiertes Schulprojekt bindet Senioren ein

Auszeichnung für Schüler, Teilnehmer, Leiter und Sponsoren des Projektes „Eule“ (vorne, v. l.): Michaela Heidenreich, Karsten Hentschel, Schüler Torben Mikus, Udo Hoischen, Lin Thiele (Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold), Teilnehmer Heinz Stratmann und Dr. Jutta Schröter (Stiftung Aktive Bürgerschaft). Foto: Flüter

 

Paderborn. Das Ludwig-Erhard-Berufskolleg in Paderborn darf sich mit Recht „sozialgenial“ nennen. Eine entsprechende Urkunde hat die Schule von der Stiftung „Aktive Bürgerschaft“ erhalten. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Eule“: der Schülerunterricht für Senioren. Lokaler Partner von „Eule“ ist der Caritasverband Paderborn.

von Karl-Martin Flüter

Dr. Jutta Schröter von der Stiftung „Aktive Bürgerschaft“ in NRW überreichte die Urkunde stellvertretend an die Lehrer Udo Hoischen und Michaela Heidenreich, die „Eule“ im Ludwig-Erhard-Berufskolleg begleiten, sowie an Karsten Hentschel vom Caritasverband Paderborn. Der Caritasverband unterstützt „­Eule“ und stellt den Kontakt zu Senioren und Seniorenorganisationen her.

Unter dem Namen des als weise geltenden Vogels unterrichten 44 Schüler des Berufskollegs ehrenamtlich mehr als 80 ältere Paderborner. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Wissen über Computer und das Internet. Daneben werden aber auch Sprachen wie Französisch oder Englisch unterrichtet.

Eule“ arbeitet seit sieben Jahren im Ludwig-Erhard-Berufskolleg. Gründer Udo Hoischen weiß deshalb ziemlich genau, was das Engagement für ältere Mitbürger den Schülern bringt. „Sie übernehmen Verantwortung und erhalten Wertschätzung“, sagt er. „Außerdem tut es gut, die Schule mal aus der Perspektive der Lehrer zu erleben.“

Die Generationen verstehen sich prächtig. Das von Schülern geführte Café, das die Teilnehmer nach den Kursen aufsuchen, ist immer bis auf den letzten Platz gefüllt.Weil das jetzt schon seit fast einem Jahrzehnt so gut funktioniert, ist die Auszeichnung „sozialgenial“ verdient, findet Karsten Hentschel vom Caritasverband: „Da entstehen Partnerschaften, die lange zusammenhalten.“

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