Für heimatlose Menschen

Solidaritätsaktion von Caritas und Kirche in Augustdorf

Augustdorf. Es waren keine Million Sterne, aber doch mehr als 500 Kerzen, die der Caritasverband Lippe und die Kirchengemeinde Augustdorf am vergangenen Samstag vor der katholischen Kirche „Maria, Königin des Friedens“ entzündeten.

Mit der stimmungsvollen Licht­inszenierung warben Caritas und Pfarrgemeinde um Solidarität mit Flüchtlingen in Jordanien. Augustdorf war einer von 80 Standorten bundesweit, an denen im Rahmen der Caritas-Aktion „Eine Million Sterne“ ein Zeichen für eine gerechtere Welt gesetzt wurde.

Britta Langner vom Caritasverband Lippe erläuterte den Augustdorfern, die sich um das Kerzenfeld versammelt hatten, das Anliegen der Veranstalter. In Jordanien leben 1,3 Millionen geflüchtete Menschen aus Syrien zusammen mit anderen Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten wie dem Irak – und das unter schwierigen Bedingungen. Besonders die Kinder leiden. Diesen Menschen will Caritas international helfen. Langner verwies auch auf die Probleme der Familien, die in Jordanien einen Antrag auf Familiennachzug gestellt haben. Obwohl Familienmitglieder in Deutschland leben, müssen sie manchmal länger als ein Jahr warten, bis über die Anträge entschieden wird.

Pfarrer Dr. Dr. Markus Jacobs begrüßte als Hausherr die Gäste und stimmte auf der Gitarre Lieder zum Mitsingen an – zur besonderen Freude der vielen kleinen Gäste auch das Lied „Ich geh mit meiner Laterne“. Die Veranstalter hatten dazu eingeladen, zu dem Kerzenfest die eigene Laterne mitzubringen.

Bürgermeister Dr. Andreas Wulf betonte, man betreibe in Augustdorf bereits eine engagierte und erfolgreiche Integrationsarbeit, sehe aber auch die Verantwortung für die heimatlosen Menschen überall in der Welt.

Nach Gesprächen bei einem wärmenden Kinderpunsch beendete Pfarrer Markus Jacobs „Eine Million Sterne“ mit einer Abendandacht.

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