Freiwillige aus Mexiko

Caritas-Team mit ungewöhnlicher Unterstützung

Yanine Itzu in der offenen Ganztagsschule.

 

Soest. Yanine Itzu Perdomo Rivera ist 25 Jahre alt und stammt aus Veracruz in Mexiko. Nach ihrem Pädago­gikstudium führte sie ihr Weg in die Heimatstadt ihrer Tante: nach Soest. Als Bufdi ist sie eine Bereicherung im Caritas-Team und bringt ganz neue Einflüsse.

Katja Meyer, Leiterin der Offenen Ganztagsgrundschule Georg (OGGS), hieß am 12. August die junge Mexikanerin im Betreuungsteam der offenen Ganztagsschule willkommen: „Wir sind froh, dass wir sie haben.“ Alle profitieren vom Engagement der jungen Frau. Nicht nur, dass Yanine, wie sie von allen gerufen wird, die deutsche Sprache mit erstaunlicher Perfektion beherrscht – sie bringt ganz neue Anregungen in das OGGS-Leben. Allein wenn sie von zuhause erzählt, bekommen die Kinder einen authentischen Eindruck davon, welche Möglichkeiten sich nach dem Schulleben auftun können.

„Mein Onkel in Mexiko hat eine Frau aus Soest geheiratet“, sagt Itzu. Vor sieben Jahren war sie schon einmal in Soest und lernte die Stadt kennen. Sie studierte nach dem Abitur Pädagogik und beschloss, für eine Zeit nach Deutschland zu gehen: „Ich wollte die deutsche Pädagogik und das Bildungssystem kennenlernen.“

Zuerst kam Itzu mit einem Sprachvisum nach Soest, schloss Kurse ab und wollte die Kenntnisse beruflich weiter nutzen. „Da bin ich auf den Bundesfreiwilligendienst gestoßen“, sagt sie. Nach einem Gespräch bei der Caritas war alles klar. Nicht aber für die Behörden. Die Mexikanerin musste zurück, dort alle Papiere ordnen und ein neues Visum beantragen.

Jetzt nutzt sie die Zeit: „Wir spielen, basteln und ich betreue bei den Hausaufgaben“, berichtet sie. Da sie eine Tanzausbildung hat, bietet sie auch eine Tanz-AG an. Diese Form der Betreuung nach der Unterrichtszeit gebe es in Mexiko nicht, sie könne sich aber vorstellen, so etwas anzubieten, erklärt sie. Noch aber bleibt sie der OGGS Georg erhalten. Wie es danach weitergeht? „Vielleicht mache ich noch den Master ,Sozialarbeit“, überlegt die unternehmungslustige Mexikanerin. Eventuell auch in Deutschland.

Den Entschluss, nach Soest zu kommen, hat Yanine Itzu jedenfalls noch nie bereut. Was ihr besonders gut gefällt? Da fallen ihr so viele Sachen ein, dass eine kurze, knappe Antwort ausbleiben muss. Leichter fällt es ihr bei der Frage, was überhaupt nicht gefällt: „Es ist einfach zu kalt in Soest.“

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