Ereignisreiches Jubiläumsjahr

Kolping-Bildungswerk feiert 2017 die Gründung vor 50 Jahren

Paderborn. Im November 1967 startete im damals neu gegründeten Kolping-Berufsförderungszentrum in Witten eine Maßnahme zur beruflichen Qualifizierung. Benachteiligte Jugendliche sollten beim Einstieg ins Arbeitsleben unterstützt werden. Die Anfänge in Witten vor 49 Jahren waren der kleine aber solide Grundstein für das Kolping-Bildungswerk im Erzbistum Paderborn, das heute rund 1 400 Mitarbeiter in 21 Tochterunternehmen beschäftigt. Das Jubiläum dieser Erfolgsgeschichte wird im kommenden Jahr begangen.

Präsentierten das Jubiläums-­Programm: Geschäftsführer Wolfgang Gelhard, Sascha Dederichs und Meinolf Melcher (v. l.). Foto: Wiedenhaus

 

von Andreas Wiedenhaus

„Wir haben uns für das Jubiläumsjahr viel vorgenommen. Wir möchten die ganze Bandbreite unserer Arbeit verstärkt in die Öffentlichkeit transportieren, neue, innovative Projekte auf den Weg bringen und einfach auch das in 50 Jahren Erreichte gebührend feiern“, nannte Bildungswerk-Geschäftsführer Wolfgang Gelhard drei Ziele für 2017 bei der Auftaktpressekonferenz zum Jubiläumsjahr im Hotel Aspethera.

Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird ein Festakt in der Kaiserpfalz am 17. November sein zum Thema „Bildung und Gerechtigkeit“. Dort werden darüber hinaus auch die Gewinner des vom Bildungswerk an allen sozialwissenschaftlichen Fakultäten ausgeschriebenen Innovationswettbewerbs geehrt, der Ideen und Anregungen für neue Geschäftsfelder und Projekte bringen soll.

In den Monaten vorher wird es mehrere Veranstaltungen geben. In drei Fachtagungen, die in den eigenen Integrationshotels in Paderborn, Witten und Soest stattfinden, wird man mit Experten aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung die Themen „Ausbildung und Beruf“, „Fachkräftesicherung für die Wirtschaft“ sowie „Inklusion“ diskutieren. Darüber hinaus wird es einen Tag für alle Mitarbeiter in Soest geben, an dem der Zukunftsforscher Erik Händeler über das Thema „Arbeit der Zukunft“ sprechen wird.

Das Ziel, das man 1967 ganz im Sinne Adolph Kolpings im Blick hatte – die Förderung benachteiligter junger Menschen – blieb über 25 Jahre neben der allgemeinen Erwachsenenbildung das Kernsegment des Kolping-Bildungswerkes. „Diese Bereiche spielen auch heute noch eine bedeutende Rolle“, so Gelhard, der gleichzeitig deutlich machte, dass ein Bildungsdienstleister nur dann erfolgreich sein könne, wenn er sein Angebot den gesellschaftlichen Entwicklungen und Anforderungen anpasse. Dementsprechend sind in den letzten Jahren zahlreiche weitere Felder hinzugekommen.

Dazu zählen die Segmente Inklusion, Schule, Arbeit mit Flüchtlingen, Kinder- und Jugendhilfe, Pflege- und Betreuungsdienste, berufliche Rehabilitation sowie die Kolping Bildungs-Consulting (Arbeit für Wirtschaftsunternehmen). Aktuell, so Sascha Dederichs, Referent der Geschäftsleitung, befasst man sich mit dem Thema Digitalisierung: „Da entsteht ein ungeheuer umfangreicher Markt, auf den wir reagieren.“

Diesen Artikel teilen:

Ähnliche Artikel