Ein Zeichen für das Miteinander

Marienschule Lippstadt ist „Schule mit Courage“

Weihbischof Matthias König präsentiert mit allen Beteiligten das Schild, das den Einsatz nachweist. Foto: Privat

 

Lippstadt. Die Marienschule in Lippstadt ist als privates, katholisches Gymnasium ein Ort, an dem Rassismus keinen Platz hat. Jetzt hat die Schule dieses Anliegen auch offiziell nachgewiesen und trägt das Siegel „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“. Pate dieser Aktion war Weihbischof Matthias König – und die vielfältigen Anforderungen wurden mit Bravour erfüllt.

Das Gymnasium Marienschule gehört jetzt zu dem Netzwerk von fast 2 000 Courage-­Schulen bundesweit. Die Auszeichnung ist Selbstverpflichtung und Auftrag, sich schulisch und darüber hinaus für Mitmenschlichkeit und Toleranz einzusetzen. Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Sabrina Röglin vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Soest Urkunde und Schild.

„Einsatz für Toleranz und Mitmenschlichkeit. Das ist es, was uns in unserem schulischen Miteinander als katholische Schule von jeher trägt.“ Mit diesen Worten eröffnete Schulleiterin Ute van der Wal die Festveranstaltung zur Verleihung des Siegels.

Die Initiative für das Projekt ging von den Schülern aus. Die Berichterstattung zur Situation der Flüchtlinge schockierte die Jugendlichen, gerade in den letzten Monaten. Schnell war klar: „Da müssen wir etwas machen“, so Schülerin Linn Bertelsmeier. Umgehend hatte sich eine tatkräftige Gruppe von Schülern zusammengefunden und die Aktionsgruppe „Schule ohne Rassismus“ gegründet. Mit dem Ziel, neben den existierenden Hilfsprojekte der Schule für die Philippinen und Uruguay, ein klares Zeichen für Hilfe, Toleranz und Respekt vor Ort zu setzen, machten sie sich ans Werk. Um Mitglied des Netzwerkes zu werden, galt es zunächst, mindestens 70 Prozent aller Beteiligten des Schulbetriebes zu überzeugen, sich mit ihrer Unterschrift dem gemeinsamen Ziel zu verschreiben. Nach einem Rundgang durch die Klassen der Sekundarstufe I, einer zentralen Informationsveranstaltung für die Oberstufe sowie dem Aufhängen von Werbeplakaten, gestaltet von Schülern der fünften und sechsten Klassen, gelang es schnell, das Quorum zu erreichen. Weihbischof Matthias König aus Paderborn war sofort bereit, als Pate dem Projekt zur Seite zu stehen. Zahlreiche Aktionen folgten. Bei der Verleihung des Siegels fand er lobende Worte für das Engagement: „Alle neigen zu Vorurteilen; diese gilt es durch Begegnung zu überwinden“, sagte der Weihbischof. Kara Tönsmeyer aus der Jahrgangsstufe Q1 präsentierte sogar einen Poetry-Slam-Vortrag zum Thema.

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