Ein „Nein“ kam nie infrage

Engagiert auf vielen Ebenen: Päpstlicher Orden für Ferdinande Balkenhol

Pfarrer Benedikt Fischer überreichte Ferdinande Balkenhol den päpstlichen Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“.
Foto: Vieler

 

Paderborn. Für ihr über 40-jähriges Engagement in der Innenstadtgemeinde St.Liborius und ihrer Vorgängerin, der Gaukirch-Gemeinde, hat Papst Franziskus Ferdinande Balkenhol den Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ verliehen. Pfarrer Benedikt Fischer überreichte beim monatlichen Sonntagstreff der Gemeinde im Pfarrheim „Forum“ Urkunde und Insignie der hohen Auszeichnung.

Wenn es einen Oskar für das Lebenswerk eines Geehrten gibt, gilt das sicherlich für Ferdinande Balkenhol. Seit 1977 ist sie in den verschiedensten Aufgaben aktiv. Zuerst im Pfarrgemeinderat der Gaukirche, dessen Vorsitzende sie von 1985 bis 1998 war. Wo jemand gebraucht wurde, war Ferdinande Balkenhol zur Stelle.

„Aber das ist doch selbstverständlich“, wiegelte die inzwischen 84-Jährige bei der Begründung für die Ordensverleihung ab. Lange Jahre war sie auch als Lektorin und Kommunionhelferin aktiv. Sogar beim großen Gottesdienst mit Papst Johannes PaulII. 1996 in der Senne half sie beim Austeilen der Kommunion. Auch in kirchlichen Vereinen ließ sich die neue Ordensträgerin in die Pflicht nehmen: der Frauengemeinschaft kfd, der Caritas, bei der Vorbereitung der Weltgebetstage oder in der Seniorenarbeit. Ob beim ehrenamtlichen Waffelbacken samstags auf dem Wochenmarkt oder in der Libori-Oase, dem Biergarten der Gemeinde zum Libori-Fest– Neinsagen war nie ihr Ding.

Nein sagen nicht ihr Ding

Ihr Berufsleben hat Ferdinande Balkenhol fast ausschließlich in der Bonifatius-Druckerei verbracht: Über 20 Jahre war sie im Sekretariat der Geschäftsführung tätig und übernahm danach das Sekretariat der Kirchenzeitung Der Dom, wo sie in ihrer fürsorglichen Art die Seele des Redaktionsteams war. Nur weil der Papst es war, der ihr die Auszeichnung verliehen hat, war ihre Meinung zur Ordensverleihung: „Dann muss ich das natürlich über mich ergehen lassen.“ Die Anwesenden quittierten die Leistung der Ordensträgerin mit lang anhaltendem Applaus.

Diesen Artikel teilen:

Ähnliche Artikel