Clownerie in der Tagespflege

Die Humorschulung der Caritas Arnsberg-Sundern zahlt sich für alle Beteiligten aus

„Mia Mumpitz“ und „Jule Trule“ haben sich bei einer Humorschulung kennengelernt und treten nun als Duo in den Tagespflegen der Caritas Arnsberg-Sundern auf.

 

Arnsberg. Eine ganz besondere Art der Begegnung können seit einigen Wochen die Besucher der Tagespflegen des Caritas-Verbandes Arnsberg-­Sundern erleben: nämlich dann, wenn die Clowns „Jule Trule“ und „Mia Mumpitz“ zu Besuch kommen. Die beiden sind ein ganz konkretes Ergebnis einer Humorschulung, die die Caritas seit September letzten Jahres im Rahmen der Ehrenamtsarbeit anbietet.

Der Einsatz der Clowns erfolgt ganz im Einklang mit dem Motto der Tagespflegen: „Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.“ Mit ihrer humorvollen Art treten die Clowns „Jule Trule“ und „Mia Mumpitz“ mit den Gästen in Kontakt und holen sie mental dort ab, wo sie sich befinden.

Durch die einfühlsame Art lassen sich auch ruhige, zurückgezogene Gäste von den Clowns verzaubern. Die Belohnung für die Clowns: ein Lächeln oder ein Strahlen in den Augen. „Wir haben herzlich gelacht, wie schon lange nicht mehr“, sagte eine Besucherin der Tagespflege. „Ihr wart spitze, wann kommt ihr wieder?“, fragte ein anderer.

Entstanden ist der regelmäßige Clownsbesuch in der Tagespflege bei der Humorschulung, die der Caritasverband seit September letzten Jahres im Rahmen der Ehrenamtsarbeit unter dem Titel „Das kann ja heiter werden“ anbietet. Acht Clownbegeisterte werden seitdem regelmäßig von Christian Bach geschult. Ziel der ehrenamtlichen Teilnehmer ist es, Menschen aus ihrem Alltag zu holen und ihnen Freude zu bereiten. Während der Seminartage wurde durch geeignete Rollenspiele unter anderem ein besonderes Augenmerk auf Achtsamkeit und Einfühlungsvermögen gelegt und jedem Kursteilnehmer die Gelegenheit gegeben, seine Rolle als Clown zu entwickeln und anzuwenden.

Mit seiner roten Nase ist dem Clown im Rahmen seiner Clownerie vieles erlaubt, er kann Grenzen gezielt überschreiten. Wichtig sei es dabei natürlich, die Menschen wertschätzend und mit Respekt zu behandeln, betonen die Verantwortlichen.

„Jule Trule“ und „Mia Mumpitz“ lernten sich bei dieser Schulung kennen und treten seitdem als Duo auf. Dieses ehrenamtliche Engagement zahlt sich für beide Seiten aus. „Durch die ganzen Erfahrungen, die wir bislang sammeln durften, sind wir auch im normalen Leben viel achtsamer geworden“, erklärt „Mia Mumpitz“. „Die Rolle als Clown kann sozusagen als Verstärker des eigenen Ichs gesehen werden.“

Der größte Wunsch der beiden ist es, dass diesem Engagement mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. „Gerade in der Stadt Arnsberg sehen wir in diesem Bereich großes Entwicklungspotenzial“, erklärt „Jule Trule“. „Aber auch für weitere Kontakte außerhalb von Arnsberg sind wir offen. Uns liegt es sehr am Herzen, diese Arbeit als Kontaktclowns präsenter werden zu lassen. Und das am liebsten mit Begegnungen über alle Generationen hinweg.“

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