Begegnung mit den Leiden Jesu

Beeindruckender Wanderkreuzweg aus Finnentrop kann bistumsweit ausgeliehen werden

Künstler aus Finnentrop haben einen Kreuzweg gemalt, der die Leiden Jesu eindrücklich darstellt.

 

Olpe/Finnentrop (jon). Einen Wanderkreuzweg bietet der Katholische Sozialdienst Olpe (KSD) interessierten Gemeinden, Altenheimen oder Gruppen an. Erstellt wurde er durch fünf Hobbykünstler aus Finnentrop, darunter zwei Asylbewerber aus Äthiopien.

Die Idee hinter dem Wanderkreuzweg, der durch den KSD Olpe im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht wurde, war, Menschen etwa in Altenheimen, die nicht mehr am kirchlichen Leben teilnehmen können, die Bilder der einzelnen Kreuzwegstationen nahezubringen. Damit soll die Betrachtung und tiefe Begegnung mit dem Leidensweg Jesu ermöglicht werden. Die von den Künstlern gemalten und fotografierten Kreuzwegbilder richten sich an stationäre Einrichtungen, aber auch an Gruppen, die den mobilen Kreuzweg in der Liturgie vor Ort nutzen wollen. Die Bilder sind auf ein Quadratmeter große Leinwände gemalt, entsprechend den unterschiedlichen Empfindungen und den künstlerischen Gestaltungselementen der einzelnen Künstler.

Auf Leinwände gemalt

Im November bekamen die Finnentroper Pfarrgemeinden Sankt Matthias Fretter und St.Johannes Baptist für ihren ökumenischen Kreuzweg „Mit offenen Augen“, zu dem auch der Wanderkreuzweg gehört, bei der Verleihung des Preises „Leo“ der Erwachsenen- und Familienbildung des Erzbistums Paderborn den ersten Preis in der Kategorie „Kirchenentwicklung– Zukunft der Kirche“. Viele unterschiedliche Gruppen waren bei der Gestaltung des ökumenischen Kreuzweges involviert. Der gemischte Chor Serkenrode, der junge Chor „La Voce“ Schönholthausen/Ostentrop, eine Instrumentalgruppe aus Serkenrode sowie eine Trommlergruppe von Kindern im Alter von zehn Jahren. Mit dem Lied „Wir machen uns auf den Weg“ wurden die Kreuzwegbilder von Caritashelferinnen aus Serkenrode, Fretter und Schönholthausen/Ostentrop symbolisch auf den Weg zu den Menschen gebracht.

Nachfrage macht Mut

„Die große Nachfrage im vergangenen Jahr macht uns Mut, den Wanderkreuzweg auch in diesem Jahr für die Seelsorge anzubieten“, erklärt Elisabeth Jostes, die den Kreuzweg verwaltet. Ein selbst verfasstes Textheft ist ein zusätzliches Angebot, das genutzt werden kann. In einfachen Sätzen wird der Kreuzweg erklärt und vertieft. Besucher werden mit in das Gebet hineingenommen. Die Vorlage für den Kreuzweg kann zur Ansicht als Datei verschickt werden. Auch die Vorlage zu dem prämierten ökumenischen Kreuzweg aus Finnentrop, der textlich zeitgemäße, persönliche, soziale, gesamtgesellschaftliche und kirchliche Themen aufgreift, gibt Elisabeth Jostes gerne als Datei weiter.

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