Auf dem Jakobsweg im Elsass unterwegs

Kolpingsfamilie Balve legt Teilstrecke nach Santiago de Compostela zurück

Balve. „Ich wusste gar nicht, dass Pilgern so schön sein kann“, so der begeisterte Ausruf eines Teilnehmers, der mit den 24 Pilgern der Kolpingsfamilie Balve unterwegs war. Jetzt wanderten sie zum dritten Mal auf dem bekannten Jakobsweg. Die Verantwortlichen hatten eine Strecke im Elsass ausgewählt.

Die Pilgergruppe der Balver Kolpingsfamilie. Foto: Privat

 

Nach einer langen Busfahrt erreichte die Truppe mittags Rosheim, den Ausgangspunkt der Pilgerwanderung. Durch mittelalterliche Stadttore, vorbei an dem ältesten Haus im Elsass, führte der Weg durch den kleinen schmucken Winzerort. Dann ging es weiter durch Obstbaumwiesen und sanft ansteigende Weinberge über Bœrsch zum ersten Etappenziel, dem Odilienberg. 500 Höhenmeter mussten bezwungen werden. Schweißtriefend, aber glücklich, die insgesamt 12 Kilometer geschafft zu haben, wurde die mächtige Klosteranlage Mont Sainte-Odile erreicht. Im meistbesuchten Wallfahrtsort des Elsass besuchten die Pilger das Grab der heiligen Odilie in der Odilienkapelle. Weil die Legende erzählt, dass die blind geborene Odilie mit ihrer Taufe sehend wurde, gilt die Heilige als Schutzpatronin bei allen Augenkrankheiten. Dem Wasser der Odilienquelle sagt man heilkräftige Wirkung nach.

Die zweite Etappe führte zunächst nach Andlau. Von dort aus war die Kapelle der 14 Not­helfer der einstigen Zisterzienserabtei aus Baumgarten das Ziel. Weil auch der heilige Blasius, der Schutzpatron der Balver Pfarrkirche, zu den Not­helfern gehört, stimmte die Truppe dort das Blasiuslied an. Dann ging es zum Städtchen Nothalten. Hier holte der Bus die Pilger ab und brachte sie zurück auf den Odilienberg, wo sie die Nacht verbrachten.

Am dritten Tag fuhren die Pilger mit dem Bus zurück zur Wanderstrecke und zogen kilometerlang durch Weinberge. Die Orte Blienschwiller und Dambach-la-Ville wurden durchquert. Unterwegs bot eine kleine Kapelle den geeigneten Ort für das Mittagsgebet. Am Nachmittag war Châtenois erreicht. Hier wartete der Bus auf die müde Truppe. Dem eigentlichen Pilgerort, Santiago de Compostela, war man ein gutes Stück näher gekommen.

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