Benefiz-Auktion – Geweihe und ein Krümelmonster

Bei einer Benefiz-Auktion wurden Funde auf dem Dachboden des Briloner ­Rathauses für einen guten Zweck versteigert.

Spendenübergabe im Briloner Warenkorb (v. l.): Eva Dufhues, Martin Hillebrand (Team Warenkorb), ­Elisabeth Schilling, Ute Hachmann, Bürgermeister Christof Bartsch sowie Christa Bals, Maria Schmidt und Birgid Schultze-­Neumann vom Team Warenkorb. (Foto: Caritas Brilon/Sandra Wamers)
Spendenübergabe im Briloner Warenkorb (v. l.): Eva Dufhues, Martin Hillebrand (Team Warenkorb), ­Elisabeth Schilling, Ute Hachmann, Bürgermeister Christof Bartsch sowie Christa Bals, Maria Schmidt und Birgid Schultze-­Neumann vom Team Warenkorb. (Foto: Caritas Brilon/Sandra Wamers)
veröffentlicht am 29.12.2023
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Bei einer Benefiz-Auktion wurden Funde auf dem Dachboden des Briloner ­Rathauses für einen guten Zweck versteigert. Den Erlös überreichte die Stadt an den Briloner Caritas-­Warenkorb. Dabei kam auch die starke Auslastung der Warenkörbe zur Sprache.

Brilon (sw/jon). „Brauchen wir das alles noch? Oder kann das weg?“ Beim Stöbern auf dem Dachboden des Briloner Rathauses stellte sich Ute Hachmann, Fachbereichsleiterin Personal, Bildung, Sport, Europa bei der Stadt Brilon, diese Frage. Denn ihr waren eine ganze Reihe von jahrzehntealten, ungenutzten und lange unbeachteten Stücken ins Auge gefallen. Vasen, Lampen, Geweihe oder Kuriositäten wie ein hüfthohes Krümelmonster aus der Kinderfernsehsendung „Sesamstraße“ stapelten sich auf dem Dachboden des Rathauses. Es konnte weg – „aber auf jeden Fall für einen guten Zweck“, berichtete Ute Hachmann beim Besuch des Briloner Warenkorbes der Caritas Brilon.

Und so wurden die Dachbodenfunde beim Event „Brilon bei Nacht“ im Rahmen einer Benefiz-­Auktion im Rathaus-­Foyer versteigert. „Wir waren erst unsicher, ob die Idee mit der Auktion funktionieren würde“, sagt Ute Hachmann, ist aber nun erfreut über den Erlös von 600 Euro, der nun dem Warenkorb zugutekam. „Topseller waren überraschenderweise die Geweihe“, erzählt sie, und auch, dass die Benefiz-­Auktion angesichts ihres Erfolges wiederholt werden wird.

Steigender Bedarf an Hilfsangeboten

Den Erlös der Premieren-­Auktion übergaben Brilons Bürgermeister Christof Bartsch und Ute Hachmann an Birgid Schultze-­Neumann vom Warenkorb-­Team Brilon. Gemeinsam mit Eva Dufhues, Koordinatorin der Caritas-­Warenkörbe im Altkreis Brilon, und Elisabeth Schilling, Caritas-­Fachbereichsleiterin Beratung und Offene Hilfen, sprachen die Besucher aber auch über aktuelle und zukünftige ­Heraus­forderungen mit Blick auf den steigenden Bedarf an existenzsichernden Hilfsangeboten, zu denen auch die Lebens- und ­Hygienemittelausgabe in den Caritas-­Warenkörben gehört.

Allein für den Briloner Warenkorb wurden 178 Berechtigungsausweise für Einzelpersonen und Familien ausgestellt, wodurch 483 Menschen erreicht werden. „Aufgrund der Inflation und auch der zukünftigen Zuweisung von Geflüchteten erwarten wir, dass noch mehr Menschen zum Warenkorb kommen werden, obwohl unsere Kapazitäten ­ausgeschöpft sind“, sagt Warenkorb-­Koordinatorin Eva Dufhues.

Stärken, motivieren, aber auch schützen

Ein Team von 38 Ehrenamtlichen engagiert sich im Warenkorb Brilon. „Die Ehrenamtlichen müssen wir stärken, motivieren, aber auch schützen“, betonte Birgid Schultze-­Neumann vom Warenkorb-­Team. „In einer Projektkooperation mit den Caritas-­Werkstätten sprechen wir auch Menschen mit Behinderungen an, die sich im Warenkorb engagieren wollen“, berichtet Elisabeth Schilling. Aufgrund der sich ändernden Anforderungen wird aktuell an der strategischen Neuausrichtung der Warenkörbe gearbeitet.

Darüber hinaus hatte bereits im November 2022 ein Strategie­gespräch auf Einladung der Caritas Brilon mit den Bürgermeistern im Altkreis Brilon stattgefunden, um konkrete Handlungsmaßnahmen für Menschen in Not in Krisenzeiten abzuleiten. „Als Caritas folgen wir der Devise ‚Not sehen und handeln‘, aber wir können dies nicht allein tun“, sagt Caritas-­Vorstand Heinz-­Georg Eirund. „Die Verantwortung für die Bürger liegt auch bei den Städten und anderen In­stitutionen. Nur gemeinsam können wir den Herausforderungen begegnen.“ Eine konkrete Maßnahme soll in Kooperation mit den Städten der sogenannte Solidaritätsfonds sein, der im kommenden Jahr starten soll.

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