Freude und Zuversicht

Ausgesprochen positiv fallen die Reaktionen auf die Wahl von Dr. Udo Markus Bentz aus.

Der neue Erzbischof nutzte nach dem offiziellen Teil im Dom die Gelegenheit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, zum Beispiel mit dem BDKJ-Diözesanvorstand. (Foto: Patrick Kleibold)
Der neue Erzbischof nutzte nach dem offiziellen Teil im Dom die Gelegenheit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, zum Beispiel mit dem BDKJ-Diözesanvorstand. (Foto: Patrick Kleibold)
veröffentlicht am 13.12.2023
Lesezeit: ungefähr 4 Minuten

Ausgesprochen positiv fallen die Reaktionen auf die Wahl von Dr. Udo Markus Bentz aus: Diözesankomitee, Caritas, der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken blicken ­optimistisch auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Erzbischof.

Paderborn (-haus). „Wir freuen uns, dass das Metropolitankapitel Dr. Udo Markus Bentz gewählt und Papst Franziskus ihn zum neuen Erzbischof von Paderborn ernannt hat“, heißt es in einer Pressemitteilung des Diözesankomitees. Die Vorsitzenden der Laienvertretung, Nadine Mersch und Jan Hilkenbach, sichern dem neuen Erzbischof ihre konstruktiv-kritische Begleitung der anstehenden Projekte zu. Weiter heißt es: „Für die Laien im Erzbistum Paderborn stehen sowohl die Umsetzung der Beschlüsse des Synodalen Weges als auch die konsequente Weiterarbeit am diözesanen Zukunftsprozess „Perspektive 2030+“ im Mittelpunkt.“

Mehr Geschlechtergerechtigkeit und partizipative, transparente Machtstrukturen seien Beispiele für die Weiterentwicklung entscheidender Zukunftsthemen. Ebenso zentral seien die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt und der Aufbau struktureller Bedingungen, die zur Vermeidung weiterer Gewalttaten innerhalb der Kirche führen.

Bereits unter der Leitung von Erzbischof Hans-Josef Becker und Diözesanadministrator Msgr. Dr. Michael Bredeck seien diese Themen bearbeitet und „zukunftsweisende Perspektiven“ entwickelt worden: „Wir sind zuversichtlich, dass wir mit Erzbischof Bentz im Geiste dieser eingeschlagenen Wege gemeinsam die Zukunft unserer Kirche weitergestalten können.“ Bentz habe in seinem bisherigen Wirken als Weihbischof und Generalvikar in Mainz und in seiner aktiven Mitarbeit im Reformprojekt der katholischen Kirche in Deutschland, dem Synodalen Weg, positive Akzente gesetzt.

Caritas-Vorstand Esther van Bebber im Gespräch mit Dr. Udo Markus Bentz. (Foto: Markus Jonas)
Caritas-Vorstand Esther van Bebber im Gespräch mit Dr. Udo Markus Bentz. (Foto: Markus Jonas)

Dank an Msgr. Dr. Michael Bredeck

Die Pressemitteilung des Diözesankomitees schließt mit dem Dank an Msgr. Dr. Michael Bredeck, der als Diözesanadmini­strator in den vergangenen Monaten die Anliegen der Gläubigen nicht aus den Augen verloren habe und trotz der schwierigen Situation der Kirche den Geist eines pastoralen Aufbruchs und Zuversicht verbreitet habe: „Wir danken ihm und dem Ständigen Vertreter Prälat Thomas Dornseifer für die Gestaltung der Sedisvakanz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Eine „zukunftsgerichtete Weichenstellung“

Auch der Vorstand des BDKJ-­Diözesanverbandes blickt optimistisch auf die Kooperation mit dem neuen Erzbischof, die Entscheidung sei eine „zukunftsgerichtete Weichenstellung für das Erzbistum Paderborn“. So heißt es in einer Pressemitteilung: „Wir freuen uns, dass der neue Erzbischof ein Fürsprecher für junge Menschen in unserer Kirche ist und sich auch in der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz engagiert. Als katholische Jugendverbandsarbeit sind wir überzeugt: Für eine Kirche von morgen braucht es die jungen Menschen von heute. Dafür werden wir uns in der Zusammenarbeit mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz einsetzen.“

„Wir sind zuversichtlich, dass wir die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit unter dem neuen Erzbischof fortsetzen können, zumal er als Aufsichtsratsvorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Mainz einen geschulten Blick für den Dienst am Nächsten hat“, heißt es in einer Erklärung der beiden Diözesan-Caritasdirektoren Esther van Bebber und Ralf Nolte: „Als Caritas sind wir ein starker Teil des Erzbistums. Wir arbeiten gern mit an einer diakonisch ausgerichteten Kirche, ganz im Sinne des Zielbildes 2030+. Erzbischof Bentz werden wir daher nach Kräften bei der Umsetzung seines in Paderborn geäußerten Wunsches unterstützen, eine dienende Kirche zu gestalten.“ Besonders erfreulich sei, dass der neue Erzbischof Bentz geprägt sei vom Patron des Bistums Mainz, dem heiligen Martin, der das Urbild der Caritas verkörpere.

Auf eine „kontinuierliche, vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit“

Das Bonifatiuswerk begrüßt mit Dr. Udo Markus Bentz auch einen neuen Protektor, denn der Erzbischof von Paderborn ist gleichzeitig der Protektor des Hilfswerks. „Ich freue mich über die Ernennung von Dr. Udo Markus Bentz zum Erzbischof von Paderborn. Wir kennen uns bereits seit vielen Jahren durch verschiedene Aufgabenbereiche. Ihm sind die beiden Diaspora-Hilfswerke gut bekannt.“ Mit diesen Worten hieß Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes und Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariats, den neuen Erzbischof in einer Pressemitteilung willkommen: „Daher bauen wir weiterhin auf eine kontinuierliche, vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit für unsere Glaubensbrüder und -schwestern, die in einer Minderheitensituation in den Umbrüchen dieser Zeit ihr Christsein leben.“

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