Bildung im Heiligen Land stützen

Krippenaktion im Paderborner Dom unterstützt in diesem Jahr die Bildung von Schülerinnen und Schüler christlicher Schulen in Israel, Palästina und Jordanien.

Dompropst Monsignore Joachim Göbel (v. l.), Kira Lietmann, Sigrid Marxmeier, Dr. Thomas Hamm und Dompastor Matthias Klauke haben die traditionelle Spendenaktion an der Krippe der Paderborner Bischofskirche eröffnet. (Foto: Maria Aßhauer)
veröffentlicht am 13.12.2023
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Krippenaktion im Paderborner Dom unterstützt in diesem Jahr die Bildung von Schülerinnen und Schüler christlicher Schulen in Israel, Palästina und Jordanien.

Paderborn (pdp). Die traditionelle Spendenaktion an der Krippe der Paderborner Bischofskirche unterstützt in diesem Jahr christliche Schulen im Heiligen Land. Kindern soll trotz der dortigen Gewalteskalation der Schulbesuch ermöglicht werden. Viele Familien haben durch den Konflikt ihr regelmäßiges Einkommen verloren und können das Schulgeld für die nicht öffentlich geförderten christlichen Schulen nicht aufbringen. „Bildungschancen für Kinder sind die Voraussetzung, damit Christen die Region nicht verlassen. Die Krippenaktion soll dazu beitragen, dass es weiter christliches Leben dort geben kann, wo Jesus gelebt und gelehrt hat“, sagte Dom­propst Monsignore Joachim Göbel bei der Eröffnung der Aktion. Die gesammelten Spenden fließen vollständig in die Arbeit der Komturei St. Meinwerk des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Der ZONTA Club Paderborn unterstützt die Krippenaktion ideell.

Gravierende humanitäre und soziale Auswirkungen

Der Konflikt im Heiligen Land hat gravierende humanitäre und soziale Auswirkungen. Dieser Umstand betrifft die christlichen Schulen in Israel und Palästina in besonderer Weise. Der Erzbischof von Jerusalem unterhält in Israel, Palästina und Jordanien 43 christliche Schulen und 35 Kindergärten. „Die Schulen sind offen für Kinder und Jugendliche aller Religionen. Fast 20.000 Schüler lernen dort gemeinsam. Zum Lehrplan gehören auch interreligiöses Verständnis und Toleranz“, erklärte Dompropst Msgr. Göbel, der im Erzbischöflichen Generalvikariat den Bereich Schule und Hochschule leitet.

Die christlichen Schulen sind oft Mittelpunkt der christlichen Gemeinden, die nur einen Bevölkerungsanteil von zwei Prozent ausmachen. Weil sie öffentlich nicht gefördert werden, sind die christlichen Schulen auf Zuwendungen angewiesen. Einen Teil der Kosten finanzieren die Schulen durch Schulgeld – nicht alle Familien können das jedoch aufbringen. „Für sie wird das Schulgeld ermäßigt oder erlassen“, sagt Dompropst Msgr. Göbel. „Das bedeutet aber auch, dass fehlendes Geld durch Spenden gedeckt werden muss.“

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