Katholisch, aber anders – Zur Zukunft der kfd

Die Zeiten sind nicht gerade einfach, auch nicht für die kfd. Die Beitrags­erhöhung nutzen viele zum Austritt, dennoch schaut der Verband tatkräftig in die Zukunft und die Frauen wollen sich nicht entmutigen lassen.

Über den regen Austausch mit 60 Delegierten aus den kfd-­Bezirken freuen sich (v. l.) die Diözesan­geschäftsführerin Silvia Stiewe, die Abteilungsleiterinnen Jutta Flüthmann (Finanzen) und Friederike Frücht (Kommunikation) vom Bundesverband sowie die stellvertretenden Diözesanvorsitzenden Monika Bunsen und Dorothea Lüke. (Foto: kfd-Diözesanverband)
Über den regen Austausch mit 60 Delegierten aus den kfd-­Bezirken freuen sich (v. l.) die Diözesan­geschäftsführerin Silvia Stiewe, die Abteilungsleiterinnen Jutta Flüthmann (Finanzen) und Friederike Frücht (Kommunikation) vom Bundesverband sowie die stellvertretenden Diözesanvorsitzenden Monika Bunsen und Dorothea Lüke. (Foto: kfd-Diözesanverband)
veröffentlicht am 23.11.2023
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Die Zeiten sind nicht gerade einfach, auch nicht für die kfd. Die Beitrags­erhöhung nutzen viele zum Austritt, dennoch schaut der Verband tatkräftig in die Zukunft und die Frauen wollen sich nicht entmutigen lassen.

Paderborn/Schwerte. Engagierte des Diözesanverbandes Paderborn der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) haben sich mit der Zukunft ihres Verbandes beschäftigt. Zur Diözesanversammlung in der Katholischen Akademie Schwerte begrüßten die stellvertretenden Vorsitzenden Monika Bunsen und Dorothea Lüke 60 kfd-­Vertreterinnen aus dem ganzen Bistum. Als Vertreterinnen des Bundesverbandes waren Friederike Frücht und Jutta Flüthmann gekommen, sie leiten die Abteilung für die Kommunikation und die für Finanzen. Die Zuhörerinnen in Schwerte wurden von ihnen über den gestarteten Zukunftsprozess des Verbandes auf den aktuellen Stand gebracht, an dem alle 21 Diözesanverbände beteiligt sind. In den Projektgruppen Leitbild und Verbands­identität, Kommunikation und Mitgliederwerbung sowie Verbands­organisation und Finanzen werden „zukunftsweisende Änderungen“, so die kfd in ihrer Mitteilung, auf den Weg gebracht.

Ausgangspunkt der Überlegungen ist eine Potenzial­analyse der Technischen Universität (TU) Dortmund. Ein Ergebnis: Wichtig ist, das Ehrenamt an der Basis zu entlasten und mitentscheiden zu lassen. Konkret nannten die Bundesverbandlerinnen unter anderem einen Kassenbuch-­Führerschein, neue Erklär-­Medien, ein kfd-­Forum zu Verbandsfragen, Bildungsveranstaltungen zum Umgang mit digitalen Medien und neue Tools zur gemeinsamen Meinungsbildung. Auch die Entbürokratisierung der Bezirks- und Orts­ebene sei ein wichtiges Thema. „Jede kann sich in den Zukunftsprozess einbringen“, kündigten sie verschiedene Themenfelder an, die ausgeschrieben und mehrheitlich ehrenamtlich besetzt würden. „In unserer kfd bildet das Ehrenamt das Fundament und das Hauptamt ist Garant für die Kontinuität“, machten sie Mut für die Reise in eine neue Zukunft.

Immer weniger Frauen wollen sich langfristig in der kfd binden

Silvia Stiewe, Geschäftsführerin des Diözesanverbandes, zitierte die Experten der TU Dortmund: „Die kfd schaut nicht wie andere Institutionen untätig zu. Sie hat sich längst auf den Weg gemacht.“ Stiewe ging auch auf das „k“ ein, das häufig als die negativ belastete Kirche interpretiert würde „Wir wollen es nicht abschaffen. Wir fördern die Möglichkeit, das Katholisch-­Sein anders zu leben.“ Offen sprach sie die aktuelle Lage der kfd an: „Wir haben Mitglieder verloren. Gründe für die Auflösungen von Gruppen sind die bundesweite kfd-­Beitragsanpassung und die Altersstrukturen. Weniger Frauen binden sich langfristig und somit wird es immer schwieriger, Leitungsteams zu besetzen.“ Dennoch setze sie ihre Hoffnung auf eine neue, starke kfd mit Engagierten, „denen die besondere Gemeinschaft wichtig und die Interessenvertretung für Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft unverzichtbar sind“.

Die geistliche Begleiterin Mechthild Wohter und ihre Mitstreiterinnen im Diözesanleitungsteam warben für neue Frauen in ihren Reihen. Unter anderem wird die Diözesanvorsitzende Katharina Brechmann im kommenden Jahr nicht mehr kandidieren.

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