Hohe Energiekosten – Schnelle Hilfe im Notfall

Wer aufgrund der steigenden Energiekosten in den kommenden Monaten in eine finanzielle Notlage gerät, erhält Unterstützung aus dem „caritativen Energiefonds“ des Erzbistums Paderborn.

Energiekosten – Die Heizkosten im kommenden Winter könnten für viele Menschen kaum zu finanzieren sein. Sie können finanzielle Hilfe vom Erzbistum bekommen.(Foto: Pixabay)
Die Heizkosten im kommenden Winter könnten für viele Menschen kaum zu finanzieren sein. Sie können finanzielle Hilfe vom Erzbistum bekommen.(Foto: Pixabay)
veröffentlicht am 07.11.2022
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Wer aufgrund der steigenden Energiekosten in den kommenden Monaten in eine finanzielle Notlage gerät, erhält Unterstützung aus dem „caritativen Energiefonds“ des Erzbistums Paderborn.

Paderborn (pdp/cpd). Betroffene im Raum des Erzbistums können einen einmaligen Zuschuss erhalten: pro Einzelperson maximal 200 Euro. Familien und Bedarfsgemeinschaften erhalten bis zu 150 Euro pro Haushaltsmitglied. Die Verteilung der Mittel erfolgt durch Kirchengemeinden, örtliche Caritasverbände und karitative Fachverbände.

Die Unterstützungsleistung der katholischen Kirche wird finanziert durch einen „caritativen Energiefonds“, den das Erzbistum Paderborn eingerichtet hat, um Menschen in Notlagen unbürokratisch zu helfen.

Die Förderung durch das Erzbistum Paderborn und seinen Diözesan-Caritasverband bezieht sich auf die bereits entstandenen oder zu erwartenden Hilfebedarfe von Menschen im Herbst, Winter und Frühling 2022/23, wobei staatliche Unterstützungen ergänzt und nicht ersetzt werden sollen und können. Für die Beantragung der Mittel reicht eine einfache schriftliche Selbstauskunft. Die Angaben in dieser Selbstauskunft müssen durch den örtlichen Caritas- oder Fachverband bzw. eine katholische Kirchengemeinde bestätigt werden.

Finanzielle Einzelfallhilfe bei hohen Energiekosten

Ermöglicht wird die finanzielle Einzelfallhilfe durch den ­kurzfristig eingerichteten „caritativen Energiefonds“. Mit diesem Fonds gibt das Erzbistum seine Mehreinnahmen aus der Besteuerung des staatlichen Energie­geldes weiter. Konkret werden im ersten Schritt die 23 Orts- und Kreis-­Caritasverbände, die Sozial­dienste katholischer Frauen und Männer, IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit sowie die Caritas-­Konferenzen mit Fonds-­Geldern ausgestattet, um unmittelbare Hilfe leisten zu können. Auch Kirchengemeinden können Gelder aus diesem Fonds beantragen und zur ­Weitergabe an Bedürftige einsetzen.

Der Kirchensteuerrat im Erzbistum hatte beschlossen, den Energiefonds mit 1,25 Millionen Euro auszustatten. „Zudem sollen 250.000 Euro an den ­Sozialfonds für in- und ausländische Studierende gehen, die an den ­Standorten der Katholischen Studentenseelsorge im Erzbistum Paderborn geführt werden“, sagt Dirk Wummel als Leiter des ­Bereichs Finanzen im ­Erzbischöflichen General­vikariat.

Handeln im Auftrag Jesu

Energiekosten – Die Heizkosten im kommenden Winter könnten für viele Menschen kaum zu finanzieren sein. Sie können finanzielle Hilfe vom Erzbistum bekommen.(Foto: Pixabay)

„Es ist gut, dass wir als Kirche und ihre Caritas nah bei den Menschen sind, sie in ihrer Sorge und Not unterstützen“, erklärt Diözesan-­Caritasdirektor Josef Lüttig. Die geleistete Hilfe sei ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Er wirbt darum, von Armut betroffene oder gefährdete Menschen nicht aus den Augen zu verlieren. „Dazu ist die Caritas mit ihren zahlreichen haupt- und ehrenamtlich Engagierten da. Wir handeln im Auftrag Jesu und füllen ihn exem­plarisch mit Leben.“

Ziel der Unterstützung durch den „caritativen Energiefonds“ ist neben der kurzfristigen Hilfe zur Überwindung einer finanziellen Notlage auch die Beratung über zustehende Sozialleistungen. „Bei Bedarf wird Kontakt zu entsprechenden Stellen hergestellt“, heißt es in einer Presse­mitteilung von Erzbistum und Diözesan-­Caritasverband.

Weitere Berichte aus dem Erzbistum Paderborn finden Sie in der aktuellen DOM-Ausgabe.

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