Buchsonntag im Erzbistum –Büchereien als pastorale Orte

Die Katholischen öffentlichen Büchereien im Erzbistum Paderborn laden am Sonntag, dem 7.November, zum Buchsonntag ein.

Die Katholischen öffentlichen Büchereien im Erzbistum Paderborn laden am Sonntag, dem 7.November, zum Buchsonntag ein. Dieser hat eine lange Tradition und geht zurück auf den heiligen Karl Borromäus, der sich im 16.Jahrhundert stark für die Bildung des Volkes engagiert hat. (Foto: Unsplash)
Die Katholischen öffentlichen Büchereien im Erzbistum Paderborn laden am Sonntag, dem 7.November, zum Buchsonntag ein. Dieser hat eine lange Tradition und geht zurück auf den heiligen Karl Borromäus, der sich im 16.Jahrhundert stark für die Bildung des Volkes engagiert hat. (Foto: Unsplash)
veröffentlicht am 05.11.2021
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Für viele Menschen ist Lesen die schönste Freizeitbeschäftigung der Welt. Ein gutes Buch lässt uns eintauchen in die Welt der Fantasie. Für einen Moment entfliehen wir dem tristen Alltag. Wir vergessen die negativen Geschehnisse des Tages und können uns so entspannen, weiterbilden oder einfach nur amüsieren. Prägend für die deutsche Bibliothekslandschaft sind insbesondere die Katholischen öffentlichen Büchereien. Als lebendige Kultur- und Bildungseinrichtungen nehmen sie gerade in ländlich geprägten Gebieten eine wichtige Rolle ein. Seit über 90 Jahren findet daher in der katholischen Kirche traditionell der Buchsonntag statt. Einmal jährlich, am Sonntag nach dem 4. November, weisen die Katholischen öffentlichen Büchereien mit besonderen Aktionen auf ihre Dienste hin. Früher hieß dieser Tag „Borromäussonntag“, denn der 4. November ist das Namensfest des heiligen Karl Borromäus, der sich im 16. Jahrhundert um die Bildung des Klerus und des Volkes verdient gemacht hat und seitdem der Schutzpatron der katholischen Büchereiarbeit ist.

Buchsonntag – Ein Tag der Begegnung und des Austauschs

Die besondere Qualität der Büchereien als Orte der Begegnung und des Austauschs liegt im ehrenamtlichen Engagement. „Die Büchereimitarbeitenden nehmen sich Zeit für ihre Leserschaft, mit der sie die Liebe zur Literatur und den Austausch darüber teilen. Das persönliche Gespräch hat einen hohen Stellenwert. Es gilt die Botschaft: Schön, dass du da bist“, sagt die Teamleiterin der Büchereifachstelle im Medienzentrum im Erzbistum Paderborn, Elisabeth Lappe-Oeynhausen. Gerade weil die Büchereimitarbeitenden ihre Leserschaft schon lange persönlich kennen würden, wüssten sie häufig auch um die individuelle Lebenssituation der Menschen vor Ort. Und gerade dieses Kundenwissen ermögliche den Büchereien, ein spezifisches Medienangebot in den 215 Katholischen öffentlichen Büchereien im Erzbistum Paderborn bereitzustellen und gezielt zu vermitteln. 

Ermöglicht wird dieser Service durch die 1676 ehrenamtlichen Büchereimitarbeitenden, die allein im vergangenen Jahr über 100.000 Arbeitsstunden geleistet haben und auch am Buchsonntag am 7. November zu einem zwanglosen Austausch über Gelesenes einladen. Über diesen Tag hinaus freuen sich kleine und große Menschen in den Katholischen öffentlichen Büchereien neben einem aktuellen Medienangebot auch über attraktive Veranstaltungen wie z.B. „Bibfit– Der Bibliotheksführerschein für Vorschulkinder“, Autorenlesungen und Erzählcafés für Ältere. „Uns ist es wichtig, gleichermaßen Kinder wie Erwachsene und auch konfessionslose Menschen anzusprechen. Gleichzeitig versuchen wir, mit den Büchereien Brücken zur Kirchengemeinde zu schlagen, denn junge Familien oder Zugezogene finden hier häufig den ersten Kontakt zur Kirche. So findet Austausch statt– auch zwischen Kirche und Welt– und es wird ein positives Bild von Kirche vermittelt. Büchereien tragen in ihrem Profil also auch Merkmale relevanter pastoraler Orte, denn hier wird im Namen Jesu und zum Wohl der Menschen gehandelt“, sagt Lappe-Oeynhausen.

Schreib- und Leseförderung im Fokus

Nicht nur zum Buchsonntag, sondern das gesamte Jahr über, werden die Büchereien vom Borromäusverein unterstützt. Der Dachverband für alle Katholischen öffentlichen Büchereien wurde im Jahr 1845 zur Förderung des katholischen Lebens und zur Begünstigung guter Schriften und Bücher gegründet. Wichtig dabei ist die Sprach-, Schreib- und Leseförderung von Kindern und Jugendlichen.

(Patrick Kleibold)

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