Caritas fordert bezahlbaren Wohnraum

Diözesan-Caritasverband Paderborn weist auf die dramatische Situation auf dem Wohnungsmarkt hin.

Caritas fordert bezahlbaren Wohnraum für das Erzbistum Paderborn. (Foto: Unsplash)
Caritas fordert bezahlbaren Wohnraum für das Erzbistum Paderborn. (Foto: Unsplash)
veröffentlicht am 18.09.2021
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Die Caritas fordert mehr bezahlbaren Wohnraum für das Erzbistum Paderborn. Die Sicherstellung von Wohnraum und die Vermeidung von Wohnungslosigkeit müsse in der Politik höchste Priorität haben. Im Jahr 2018 waren 678.000 Personen wohnungslos.

Das Angebot an bezahlbarem Wohnraum ist bei weitem nicht ausreichend. Der Bestand an Sozialwohnungen schrumpft von Jahr zu Jahr. Gerade wohnungslose Menschen, Menschen mit niedrigem Einkommen, Flüchtlinge, Menschen im Transferleistungsbereich, Alleinerziehende und prekär Beschäftigte sind auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen. „Viele dieser Menschen sehen sich angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt einem existenziellen Problem gegenüber. Sie finden keine geeignete Wohnung“, sagt Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig. 

Zudem muss knapp 14 Prozent der Bevölkerung mehr als 40 Prozent des eigenen Einkommens für die Miete aufwenden. „Das darf so nicht weitergehen“, sagt Lüttig. „Die nächste Bundesregierung muss die Überwindung der Wohnraumproblematik ganz oben auf ihrer Agenda stehen haben.“ Nur, wenn es mehr bezahlbaren Wohnraum gebe, die energetisch günstig und barrierefrei sind, hätten diese Menschen eine realistische Chance auf dem Wohnungsmarkt. „Ich hoffe sehr, dass diese Botschaft bei der Politik ankommt und das Problem in Angriff genommen wird“, sagt Lüttig. Die Caritas setze sich deshalb auch ein für eine bessere Förderung von gemeinwohlorientierten Akteuren wie Wohnungsgenossenschaften, welche langfristig sozial gebundene Wohnungen bauen.

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