Kreativ statt kriminell

Polizei und Caritas helfen Jugendlichen

Polizist Dirk Schade, Caritas-Mitarbeiter Uwe Eggert und Graffitti-Künstler Kai Wohlgemuth (von links) vor dem Bücherschrank. Foto: Körtling
veröffentlicht am 21.12.2020
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Hamm. Vandalismus-Schäden braucht dieser Bücherschrank nicht zu befürchten: Auf dem Innenhof des Polizeipräsidiums steht seit Dienstag ein kreativ gestalteter Aktenschrank den Polizeibeamten und Mitarbeitern als offener Bücherschrank zur Verfügung. Durch die kriminalpräventive Initiative „Kurve kriegen“, bei der der Caritasverband Hamm Partner der Polizei ist, erfolgte die kreative Gestaltung, die einem 14-Jährigen eine Perspektive aufzeigte.

Initiative „Kurve kriegen“ 

„Ich bin mir sicher, dass dieses der sicherste Bücherschrank in Hamm ist“, sagt der Personalratsvorsitzende der Hammer Polizei, Dirk Schade, schmunzelnd, als die Einweihung des Schrankes in kleiner Runde erfolgte. Einige Kollegen hatten ihn zu dem Projekt angeregt und er erhielt grünes Licht von Polizei- Präsident Erich Sievert. 

Mit der Initiative „Kurve kriegen“, bei der die pädagogischen Fachkräfte der Caritas mit im Boot sind, wurde die sinnvolle Verschönerung umgesetzt. Seit Februar 2019 wird „Kurve kriegen“ vom Polizeipräsidium Hamm und dem Caritasverband durchgeführt. Dabei steht im Mittelpunkt, kriminelles Verhalten bei Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 15 Jahren zu verhindern. 

Einzigartiges Konzept

Das Konzept ist einzigartig, denn die Polizei und pädagogische Fachkräfte kümmern sich dabei gemeinsam um delinquente Kinder, jugendliche Intensivtäter und deren Familien. Die Polizei kann nach einem Screening die Teilnahme an der Initiative vorschlagen. 

Dann wird eine Sozialpro gnose erstellt und die Arbeit der Caritas- Pädagogen kann beginnen. Dabei wird für jeden Teilnehmer ein individuelles Unterstützungsangebot erstellt. In diesem Fall arbeitete der 14-jährige Thomas zusammen mit Graffitti- Künstler Kai Wohlgemuth den Schrank auf.

Dabei habe ich wirklich nur die Details ausgebildet“, sagt Wohlgemuth. Unter seiner Aufsicht konnte Thomas beim Schleifen, Grundieren und Lackieren zeigen, was er kann. Mit dem Ergebnis sind beide sehr zufrieden. Der Jugendliche sagte, er wünsche sich nun ein Praktikum im handwerklichen Bereich. Ebenso wie die Polizei ist auch Caritas- Mitarbeiter Uwe Eggert überzeugt: „So wird durch frühe Prävention rechtzeitig gegengesteuert“. 

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