Sanierung nach Brand

Dünscheder Gemeinde will Weihnachten wieder in der Kirche feiern

In Handarbeit werden die Wände und das Gewölbe mühsam vom Ruß befreit. Foto: Lüttecke  
veröffentlicht am 04.12.2020
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Attendorn-Dünschede. Ausgesprochen aufwendig ist die Reinigung der St.-Martinus- Kirche, nachdem in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen ein Schwelbrand den kompletten Kirchenraum, die Kunstgegenstände und die Orgel mit Ruß verschmutzte. 

In enger Abstimmung zwischen dem Erzbischöflichen Generalvikariat und dem örtlichen Kirchenvorstand wurden und werden die Schritte für die umfassende Sanierung festgelegt. „Das ist ein richtiges Projekt geworden“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Antonius Deimel. Die Kirche ist zum großen Teil leer geräumt. 

Mühevolle Handarbeit 

Polygonvatro, ein auf Brand- und Wasserschäden spezialisiertes Unternehmen, hatte unverzüglich nach dem Schwelbrand mit der Reinigung begonnen. Bänke, Figuren, Türen und Fenster sind bereits gesäubert. Die Orgel ist äußerlich gereinigt. Wenn alle anderen Arbeiten abgeschlossen sind, kann erst mit dem Ausbau aller Pfeifen begonnen werden. Diese werden danach in einem Spülverfahren in der Werkstatt des Orgelbauers in Höxter gereinigt. Derzeit befassen sich die Reinigungsspezialisten mit dem Säubern von Wänden und Gewölbe. Das erfolgt in mühevoller Handarbeit. In der Woche sind acht bis elf Personen damit beschäftigt, mit Trockenreinigungsschwämmen (große Radiergummis) die gesamten Flächen zu entrußen. „Das ist Knochenarbeit“, sagt vor Ort die Einsatzleiterin von  Polygonvatro, Christina Seeber. 

Fresken aus dem 14. Jahrhundert betroffen

Im ältesten Teil der Kirche befinden sich freigelegte Reste romanischer Wandmalerei, die den Kirchenpatron Martinus, die Flucht nach Ägypten, die Verkündigung Mariens, die Heiligen Georg und Johannes den Täufer sowie einen Bischof mit Keulenschläger zeigen. Diese Fresken kamen bei der Renovierung 1953 zum Vorschein. Der damalige Restaurator schätzte, dass die Fresken aus dem 14. Jahrhundert stammten. Sie sollen durch einen Restaurator instand gesetzt werden. Da der Kirchenraum Brandgeruch aufweist, wird zum Schluss der Sanierung die Luft mit einem Spezialgerät gereinigt. „Wir wünschen uns, dass wir Weihnachten wieder Gottesdienst in unserer Kirche feiern können“, sagte Antonius Deimel. Bis dahin finden die Gottesdienste in der Kapelle Maria Immaculata in Röllecken statt.

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