Ort des Gebetes und der Begegnung

Das neue Geistliche Zentrum auf dem Kohlhagen feierte Richtfest

So soll das Geistliche Zentrum Kohlhagen einmal aussehen: Am Patronatsfest Mariä Heimsuchung, am 2.Juli 2021, soll es eröffnet werden. Foto: MDK
veröffentlicht am 23.11.2020
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Kirchhundem-Kohlhagen. Das geplante Geistliche Zen trum an der Wallfahrtskirche auf dem Kohlhagen nimmt Form an: In einer kleinen Feierstunde wurde Richtfest gefeiert. Entstehen soll ein Ort der Stille und des Gebetes, aber auch der Begegnung. Geleitet wird das neue Zentrum von den beiden Pallottinerpatres Siegfried Modenbach und Jürgen Heite. Die Einweihung ist für den kommenden Juli geplant.

Lange Planungsphase

Beim Richtfest hoben die Zimmerleute eine mit bunten Bändern geschmückte Fichte auf den Giebel des neu errichteten Geistlichen Zentrums auf dem Kohlhagen. Damit ist man der Fertigstellung und der Vollendung des Projektes ein gutes Stück nähergekommen. An der bescheidenen Feierstunde nahmen neben Bürgermeister Björn Jarosz sowohl die Architekten und die Bauleitung des Architektur- und Ingenieurbüros MDK aus Münster wie auch der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Kohlhagen sowie die beiden Pallottiner und ihre zukünftigen Nachbarn teil. Der Sprecher des Kirchenvorstandes, Wolfgang Exner, betonte, dass es nach einer langen Planungsphase mit der Erteilung der Baugenehmigung nun doch flott gegangen sei. Sowohl der Termin für die Fertigstellung als auch die Kostenplanung für den Bau konnten eingehalten werden.  

Dirk Kaminski vom Architektur- und Ingenieurbüro MDK aus Münster betonte, das Konzept sehe vor, den Bau möglichst gut und unauffällig in die Landschaft und das Gesamtensemble, zu dem auch die Wallfahrtskirche gehöre, einzufügen. „Das ist den Münsteraner Architekten ohne Zweifel hervorragend gelungen“, sagt Pater Siegfried Modenbach. „Die Wallfahrt und die Wallfahrtskirche bleiben der Mittelpunkt des Geistlichen Zentrums.“ 

Herrlicher Waldblick

In dem eingeschossigen Flachbau, der an das bereits bestehende und vollständig sanierte Küsterhaus auf dem Niveau des Kellergeschosses angebaut wurde, befinden sich auf rund 450 Quadratmetern drei Seminarräume, ein Meditationsraum, eine Küche, drei Büros und ein Gesprächsraum. Das Flachdach wird begrünt werden. So weisen eigentlich nur noch die Treppe und der frei stehende Aufzug auf das tiefer liegende Foyer mit den neuen Räumlichkeiten hin. Der Bau wird nach Südosten hin eine große gläserne Front erhalten, sodass sich ein herrlicher Blick in Wald und Landschaft auftut.     

Durch die offene und gut in die Landschaft eingepasste Gestaltung soll ein Ort des Gebetes und der Stille, aber auch ein Ort der Begegnung, der Gastfreundschaft und des Dialoges geschaffen werden. Der Sprecher des Kirchenvorstandes, Wolfgang Exner, betonte: „Der Kohlhagen ist immer ein Ort des Glaubens und des Gebetes gewesen, aber auch ein Ort der Begegnung.“ Das solle auch in Zukunft so bleiben und mit der seelsorglichen Arbeit der beiden Patres noch verstärkt und ausgebaut werden.  

Die beiden Pallottiner, Siegfried Modenbach und Jürgen Heite, werden nach der Fertigstellung im Küsterhaus wohnen und das Geistliche Zen trum leiten. Pater Heite dankte allen Handwerkern und Mitwirkenden an dem Projekt für „das traumhaft gute Miteinander“. Vor allem dem Kirchenvorstand gelte es Dank zu sagen: „Die Zusammenarbeit mit allen, das greift so wunderbar ineinander, dass es eine echte Freude ist. Wir hoffen, dass wir auf die Tradition des Kohlhagen aufbauen und das Evangelium wachhalten können. Und wir beide freuen uns, hier Heimat zu finden.“

Kleines Richtfest wegen Corona

Wegen der Corona- Pandemie musste das Richtfest klein, mit Mund-Nasen- Schutz und mit entsprechendem Abstand „gefeiert“ werden. Deshalb betonte Pater Modenbach: „Ich hoffe, dass wir dann am ersten Wochenende im Juli – zum Fest Mariä Heimsuchung – ordentlich Einweihung feiern können.“ Am 2. Juli wird traditionell das Pa tronatsfest der Wallfahrtskirche gefeiert. Die bi blische Erzählung von „Mariä Heimsuchung“, von der Begegnung zwischen Maria und Elisabeth, solle in Zukunft Motiv und Richtschnur für das Miteinander auf dem Kohlhagen sein.

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