„Unser Spiel lebt von Leidenschaft“

Ökumenischer BVB-Gottesdienst zum Saisonstart

Traditionelle Fahnenübergabe mit Gastredner Msgr.Dr.Michael Bredeck, BVB-Legende Sigfried „Siggi“ Held, Gemeindereferent Karsten Haug und Pfarrerin Carola Theilig (von links). Im Hintergrund spielt Matthias „Kasche“ Kartner Gitarre. Foto: Maas
veröffentlicht am 18.09.2020
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Dortmund. Draußen statt drinnen – aber ansonsten lief der ökumenische BVB- Gottesdienst zur Saisoneröffnung ab wie immer. Matthias „Kasche“ Kartner sorgte für Stimmung, Gemeindereferent Karsten Haug und Pfarrerin Carola Theilig übernahmen den spirituellen Teil und auch ein prominenter Gastredner – Msgr. Dr. Michael Bredeck – war dabei. Einzig dass vor der Dreifaltigkeitskirche viele Stühle leer blieben, war anders als sonst.

„Wir spüren Sehnsucht in uns, unter den gegebenen Umständen unseren Tempel aufzusuchen, die Mannschaft anzufeuern.“ So wie Karsten Haug ging es wohl allen der rund 120 Besucherinnen und Besuchern des Gottesdienstes. Denn „unser Spiel lebt von Leidenschaft“.

In die gleiche Richtung ging auch Dr. Michael Bredeck, Leiter des Bereiches Entwicklung und Kommunikation im Erzbischöflichen Generalvikariat. Der bekennende BVB- Fan, 1970 in Dortmund geboren, schwor das Publikum auf eine faire und erfolgreiche Saison ein. „Das bedeutet aber nicht, dass wir den Blauen etwas gönnen würden“, ergänzte Bredeck. Und genau diese Sticheleien in Richtung Gelsenkirchen wollte das Pu blikum hören.

Gut identifizieren konnte sich Bredeck mit dem Anliegen des Projektes „ cominghome09“, dem Gastgeber des Abends. „Fans mit dem Evangelium und Gott in Verbindung zu bringen“ sei eine lohnende Sache.

Fankultur neu beleben

Der Geistliche  appellierte angesichts der Corona- Einschränkungen dafür, die „Fankultur neu zu beleben und im kleinen Kreis zu pflegen“. Kreative Möglichkeiten im Privaten seien eine Möglichkeit, die Zeit bis zum Ende der Pandemie zu überbrücken, bis „die gelbe Wand wieder steht“.

Dr. Bredeck, der zuletzt „beim legendären 3 : 3 gegen Paderborn“ im Dortmunder Stadion war, forderte „Leidenschaft und Kampfgeist für Gott“. Zudem könne eine aktive Fankultur dazu beitragen, Beleidigungen und Rassismus zu überwinden durch „Freundschaft und Verbundenheit“. Denn eine tiefere Spaltung der Gesellschaft dürfe es nicht geben.

Zum Abschluss segnete der Gast aus Paderborn eine neue Fahrradkapelle. Im Rahmen des Projektes „ cominghome09“ wird diese in Zukunft bei Gemeindefesten und anderen Veranstaltungen zum Einsatz kommen und den Fans den Glauben näherbringen.

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Johannes Wöstefeld ist Elektroingenieur und Diplom-­Verwaltungswirt. Bis 2015 arbeitete er für das Arbeitsamt bzw. die Arbeitsagentur.

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