Dank und Mahnung

Ein Kommentar von Matthias Nückel

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Foto: Claus Weisweiler
veröffentlicht am 04.10.2018
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Das jährliche Erntedankfest, das an diesem Sonntag gefeiert wird, kennen die meisten Menschen nur noch dem Namen nach. Inhaltlich wissen viele damit nichts anzufangen. Die Regale in den Lebensmittelgeschäften sind überfüllt. Man kann zu jeder Jahreszeit alles kaufen.

Und der Überfluss ist so übertrieben groß, dass in Deutschland jedes Jahr 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Mülltonnen privater Haushalte landen. Weitere 11 Millionen Tonnen werden von der Lebensmittelindustrie und dem Handel vernichtet.

Den Wert von Nahrungsmitteln können offensichtlich nur noch ältere Menschen beurteilen, die im Krieg und in der Nachkriegszeit gehungert haben, und jene, die aus Geldmangel auf Unterstützung durch die Tafeln angewiesen sind.

Der extrem trockene und heiße Sommer in diesem Jahr hat jedoch allen Menschen deutlich vor Augen geführt, dass es mit dem Überfluss bald vorbei sein könnte. Die Bilder von völlig vertrockneten Feldern, die fast täglich im Fernsehen gezeigt wurden, haben auch jenen, die nicht auf dem Land wohnen, die Sorgen der Landwirtschaft näher gebracht, die letztlich auch unsere Probleme werden können.

Vor allem aber hat uns der trockene Sommer gezeigt, dass wir sorgsamer mit Gottes Schöpfung umgehen müssen. Der Klimawandel schreitet mit all seinen negativen Folgen weiter voran. Und immer noch wird nicht genug getan, um die verheerende Entwicklung zu stoppen.

So ist das Erntedankfest nicht nur ein Grund zum Danken, sondern auch eine deutliche Mahnung, endlich den Ausstoß von klimafeindlichen Schadstoffen zu stoppen. Dazu gehört zum Beispiel eine Lösung beim Diesel ebenso wie die Stilllegung der Braunkohlekraftwerke und der Austausch alter Heizungen in deutschen Kellern.

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