Netzwerk statt Pfarrgemeinderäte

Pastoralverbund Balve-Hönnetal geht neue Wege

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Auszählung der Stimmen für das „Netzwerk Katholische Kirche im Hönnetal“ – mit dem Konzept soll die Kirche der Zukunft gestaltet werden. Foto: Kolossa
veröffentlicht am 14.03.2018
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Balve (JK). Der Pastoralverbund Balve-Hönnetal hat an vier Wahltagen (24. und 25. Februar, 3. und 4. März) ein neues Entscheidungsgremium wählen lassen, das sogenannte „Netzwerk“. Letztlich waren es 631 Wähler (darunter 31 Briefwähler), die den Kandidaten ihre Stimme gaben. Diese sind jetzt im „Netzwerk Katholische Kirche im Hönnetal“ tätig und lösen damit den bis dahin viele Jahre lang gültigen Gesamtpfarrgemeinderat ab. Die Aufgaben aber sind geblieben: Die Beratung der Hauptamtlichen, die Koordinierung der Arbeitskreise und die Planungen von Veranstaltungen im Pastoralverbund gehören nach wie vor dazu.

Für den Schritt zur „Netzwerk“-Wahl entschied sich das Hauptamtlichen-Team um Pfarrer Andreas Schulte mit dem Gesamtpfarrgemeinderat, nachdem der Pfarrgemeinderat für den gesamten Pastoralverbund zuletzt mit sieben Mitgliedern unterbesetzt war – es waren dabei auch nicht mehr alle Pfarrgemeinden vertreten.

In Absprache mit dem Erzbistum Paderborn wurde das weitere Vorgehen abgesprochen, sodass im vergangenen November – wie nach vier Jahren im gesamten Erzbistum wieder üblich – im Pastoralverbund Balve-Hönnetal keine Pfarrgemeinderatswahlen stattfanden, sondern mit einer Ausnahmegenehmigung die Wahlen zum „Netzwerk Katholische Kirche im Hönnetal“ auf vier Tage Ende Februar und Anfang März verlegt wurden.

Pfarrer Andreas Schulte, Vikar Tobias Kiene, aber auch Detlef Schulte, Vorsitzender des Gesamtpfarrgemeinderates, und Anita Weins, Gemeindeausschuss Balve, erhoffen sich vom „Netzwerk“ eine größere Begeisterung für die Mitarbeit. „Wir brauchen Neu-­Denker und vielleicht auch Quer-Denker“, möchte Pfarrer Schulte vielen die Möglichkeit geben, sich einzusetzen. Es gelte, eigene Verantwortung zu übernehmen, betonte Detlef Schulte. Und dies bei zeitlich und inhaltlich gestiegenen Anforderungen: „Heute reicht es nicht mehr, Stühle zu stellen und Kuchen zu backen.“ „Wir sind auf der Suche nach Spuren, wie Kirche sich in Zukunft gestalten kann“, so Pfarrer Schulte. Für Balve-­Hönnetal heißt dies aber auch, dass sich diese Region dreigleisig aufstellt. Denn es werden neben den gewählten Gemeindemitgliedern auch Mitglieder für die Gemeinde­ausschüsse gesucht; diese gestalten und koordinieren die Arbeit vor Ort mit. Und dann gibt es noch die Arbeitskreise Taufpastoral, Trauerpastoral, Messdiener, Ökumene, Caritas und Junge Kirche, in denen Kirche nach vorn gebracht werden kann. Von diesem Konzept unberührt bleiben die Kirchenvorstandswahlen, die nach wie vor im November 2018 stattfinden werden. 

Für das „Netzwerk“ stellten sich elf Frauen und Männer zur Wahl und damit der He­rausforderung, vier Jahre lang überörtlich zu gestalten, zu koordinieren und zu entscheiden. Gewählt wurden alle Kandidaten: Franz-Clemens Lösse (Langenholthausen), Christa Knoop (Garbeck), Christine Schmidt-Schäfer (Volkringhausen), Beate Vedder-­Stute (Mellen), Elisabeth von Croy (Balve), Silvia Weißmüller (Beckum), Hubert Sauer (Eisborn), Detlef Schulte (Affeln), Marie-Theres Schäfer (Mellen), Bernhard Paul (Beckum) und Martin Brendt (Garbeck).

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