Junge Stimmen zur Ehre Gottes

Diözesantreffen der Kinder- und Jugendchöre

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Die Begeisterung für die Musik verbindet: Über 180 junge Sängerinnen und Sänger nahmen am diözesanen Chortreffen in Rheda-­Wiedenbrück teil. Foto: Wiedenhaus
veröffentlicht am 28.09.2017
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Rheda-Wiedenbrück. Mehr als 180 junge Sängerinnen und Sänger – die jüngsten 8 Jahre alt, die ältesten ein Stück über 20 – haben am vergangenen Samstag beim ersten Diözesantreffen der im Verband Pueri Cantores zusammengeschlossenen Kinder- und Jugendchöre gezeigt, wie ansteckend die Begeisterung für die Musik sein kann: beim Üben in der Wiedenbrücker Pfarrkirche genauso wie bei der musikalischen Gestaltung der Vorabendmesse in der Rhedaer St.-Clemens-Kirche.

von Andreas Wiedenhaus

„Das Singen und die tolle Gemeinschaft!“ – Lioba Menne muss nicht lange überlegen, wenn es darum geht, was ihr am Chor am besten gefällt. Seit ihrem zweiten Schuljahr singt die Neunjährige in der Mädchenkantorei am Paderborner Dom. Die zehnjährige Lara Schäfers von der Domkantorei nickt zustimmend: „Die Gottesdienste und die Auftritte machen einfach Spaß!“ Lukas Hegel ist 19 und singt schon einige Jahre im Jugendchor St. Clemens in Rheda – immer noch mit der gleichen Begeisterung wie zu Anfang. Merlin Blom, der vor zwei Jahren aus Soest nach Wiedenbrück gezogen und seitdem im Jugendchor St. Aegidius aktiv ist, freut sich neben dem Singen über die Möglichkeit, so Kontakte in seiner neuen Heimatstadt zu knüpfen. Die Altersspanne in den Kinder- und Jugendchören ist groß, doch die Begeisterung für den Gesang verbindet das Mädchen aus dem zweiten Schuljahr mit dem Studenten, der kurz vor seiner Abschlussarbeit steht.

Junge Menschen für das Singen begeistern, ihre Stimmen ausbilden, Talente fördern: eine Aufgabe, die nicht immer einfach ist, wie Harald Gokus und Jürgen Wüstefeld bestätigen. „Schüler und Studenten stehen heute mehr unter Druck und haben weniger Freizeit“, sind sich beide einig. Dekanatskirchenmusiker Gokus als Vorsitzender der Pueri Cantores im Erzbistum und Wüstefeld, der Kantor der Wiedenbrücker Aegidius-­Gemeinde und stellvertretende Vorsitzende, haben das Treffen organisiert. „Doch gerade die Arbeit mit den jungen Menschen lohnt sich“, macht Harald Gokus klar: „Ihre Begeisterung ist für einen Chorleiter eine tolle Motivation.“ Auch die Eltern müssten „mitspielen“, betont Jürgen Wüstefeld: „Wenn sie ihre Kinder unterstützen, ist viel gewonnen!“ Ein Punkt, den auch Domkantorin Ga­briele Sichler-Karle bestätigt. Die Leiterin der Mädchenkantorei am Paderborner Dom ist mit einer Gruppe junger Sängerinnen ebenfalls nach Rheda-­Wiedenbrück gekommen und fügt hinzu: „Gerade wenn talentierte Sängerinnen sich zurückziehen, ist das bitter, aber damit muss man zurechtkommen.“ Nicht zuletzt, meint sie, sei die Auswahl der Musikstücke ein nicht zu unterschätzender Punkt.

Die ist den beiden Organisatoren auf jeden Fall gelungen: Die Probe in der Wiedenbrücker Pfarrkirche „klappt wie am Schnürchen“. „Man sollte Stücke aussuchen, die alle im Repertoire haben“, bringt es Harald Gokus auf den Punkt. Dass sie nicht nur musikalisches Talent mitgebracht haben, stellen die Sängerinnen und Sänger am Nachmittag in sportlicher Hinsicht unter Beweis: Beim Kubb-Spiel-Turnier auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände in der Doppelstadt zeigen alle, dass sie auch sonst einiges „drauf haben“.

Nach der Siegerehrung heißt es dann wieder „volle Konzentration auf den Gesang“: Mit der musikalischen Gestaltung der Vorabendmesse in St. Clemens begeistern die Kinder- und Jugendchöre die Gottesdienstbesucher und eröffnen gleichzeitig die 32. Internationalen Rhedaer Orgeltage.

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