Ein Dach über dem Kopf

Rhedaer Kirchengemeinde St. Clemens unterstützt oberschlesische Gemeinde

30_32_dach
Pfarrer Thomas Hengstebeck und Pastor Antoni Klemens (von links) haben sich dafür stark gemacht, dass die Kirche in der oberschlesischen St.-Antonius-Gemeinde in Luboschütz einen 50 000-Euro-­Zuschuss für die Dachsanierung vom Bundesministerium für Kultur und Medien bekommen hat. Foto: Leskovsek
veröffentlicht am 28.07.2017
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Rheda-Wiedenbrück (wl). Erfolg für die grenzübergreifende Zusammenarbeit: Dank der Kooperation der katholischen Kirchengemeinden St. Clemens in Rheda und St. Antonius im polnischen Luboschütz konnte nun ein umfangreiches Renovierungsprojekt finanziell angeschoben werden.

Im vergangenen Jahr ist es der St.-Clemens-Gemeinde gelungen, die oberschlesische St.-Antonius-Gemeinde bei den Restaurierungsarbeiten ihrer Kirche, die in sechs Jahren ihr 100-jähriges Bestehen feiert, zu unterstützen. Dabei wurde die Summe von 50 000 Euro vom Bundesministerium für Kultur und Medien für die Restaurierung des deutschen Denkmals im östlichen Europa bewilligt. Durch diese Unterstützung konnte der Fehlbetrag für die Erneuerung des Kirchendaches ausgeglichen werden. Und erst durch die Dachsanierung können die weiteren notwendigen Renovierungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Für die Bewilligung des Zuschusses hatte sich die St.-Clemens-Gemeinde mit ihrem Pfarrer vorne weg nicht nur als Partner-Kirchengemeinde wohlwollend für die Unterstützung einsetzen, sondern auch zahlreiche Anträge ausfüllen müssen. „Das haben wir gerne getan“, sagte Pfarrer Thomas Hengstebeck. Bei der Kirche in Luboschütz, das zwischen 1936 und 1945 Liebtal hieß, handele es sich um wichtiges Kulturgut, das man unbedingt erhalten müsse. Dank der erfolgreichen Sanierung des Kirchendaches, das nun fertiggestellt worden ist, sei die objektgerechte und nachhaltige Nutzung des Kulturgutes gewährleistet.

„Wir tragen damit nicht nur zur Erhaltung der Denkmalpflege bei, sondern auch zur Versöhnung und Völkerverständigung generell“, betonte Pfarrer Thomas Hengstebeck. Der Kontakt nach Luboschütz kam über den im Pastoralen Raum Rheda-Herzebrock-­Clarholz tätigen Pastor Antoni Klemens zustande. Denn er stammt selbst aus Oberschlesien, eben genau aus der Kirchengemeinde St. Antonius. „Deshalb lag es nahe, diese Zusammenarbeit anzustreben und auch weiterhin zu pflegen und zu erweitern“, erzählt Pfarrer Hengstebeck.

Pastor Klemens war schon zweimal mit den Mitgliedern der Kolpingsfamilie in seiner Heimat und konnte die dortige St.-Antonius-Kirche seinen Gemeindemitgliedern aus Rheda zeigen.

Pastor Klemens hält zudem seit geraumer Zeit in regelmäßigen Abständen Gottesdienste in polnischer Sprache, die sehr gut besucht werden. Zum Teil kommen die Gottesdienstbesucher aus Bielefeld und dem weiteren Umland, um in ihrer Landessprache eine Messe feiern zu können.

Weitere interessante Artikel auf DerDom.de
07.02.2023

 

 

 

 

Studie: In Nigeria gehen Katholiken am häufigsten zur Messe

In welchem Land ist der Gottesdienstbesuch unter Katholiken am höchsten? Eine Studie hat weltweit 36 Länder untersucht. Die Zahlen sind aus Sicht der Kirche wenig beruhigend.

weiterlesen
05.02.2023

 

 

 

 

Krieg in der Ukraine – „Echter Frieden braucht Gerechtigkeit“

Der Bischof von Odessa-­Simferopol, Stanislaw Schyrokoradiuk, äußerte sich in Paderborn über den Krieg in der Ukraine und die Solidarität der deutschen Katholiken.

weiterlesen
04.02.2023

 

 

 

 

Wozu sind Sie da, Johannes Wöstefeld?

Johannes Wöstefeld ist Elektroingenieur und Diplom-­Verwaltungswirt. Bis 2015 arbeitete er für das Arbeitsamt bzw. die Arbeitsagentur.

weiterlesen