Für ein Haus der Kinderhospizarbeit

In Olpe entstehen Räume für die Unterstützung von schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen

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Gemeinsam setzten die Beteiligten den ersten Spatenstich für den Bau eines Hauses der Kinderhospiz­arbeit in Olpe.
veröffentlicht am 11.05.2017
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Olpe. Ein Ort der Begegnung soll es werden, ein Platz für den Erfahrungsaustausch, ein Standort für Verein und Stiftung: In Olpe ist der erste Spatenstich für das Haus der Kinderhospizarbeit gesetzt worden.

„1990 haben betroffene Familien hier in Olpe den Deutschen Kinderhospizverein gegründet und damit den Grundstein für die Kinderhospizarbeit in Deutschland gelegt. Wir bleiben ganz bewusst am Ausgangsort unserer Aktivitäten“, bekräftigte Vorstand Paul Quiter die Standortwahl. Gemeinsam mit Landrat Frank Beckehoff und Bürgermeister Peter Weber gaben Quiter, Stiftungsvorstand Ralf Backwinkel und Geschäftsführer Martin Gierse den Startschuss für das Bauvorhaben.

Auch der Botschafter des Deutschen Kinderhospizvereins und ehemalige Fußball-Profi Jens Nowotny ließ es sich nicht nehmen, am Spatenstich teilzunehmen. Bis Sommer 2018 entsteht „In der Trift“ in Olpe eine Begegnungsstätte für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensverkürzender Erkrankung sowie deren Eltern und Geschwister.

Für die bundesweite Beratung von ambulanten und stationären Kinder- und Jugendhospizangeboten sind dort ebenso Räumlichkeiten eingeplant wie für Veranstaltungen der Deutschen Kinderhospizakademie. Der Deutsche Kinderhospizverein und die Deutsche Kinderhospizstiftung haben dann auch ihren Sitz im Haus der Kinderhospizarbeit. „Wir arbeiten in ganz Deutsch­land daran, die Inte­ressen lebensverkürzend erkrankter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener zu vertreten, sie und ihre Angehörigen auf ihrem Lebensweg zu unterstützen. Bald haben wir genügend Platz, dafür auch nach Olpe einzuladen“, freut sich Geschäftsführer Gierse. „Denn dieses Haus soll allen Betroffenen als Ort der Begegnung, des Austausches, der Auseinandersetzung, Erinnerung, Vernetzung und Beratung dienen.“

Bei den Überlegungen für die räumliche Zukunft der Kinderhospizarbeit zahlt sich die enge Vernetzung am Standort Olpe aus. Der Arbeitgeberverband für den Kreis Olpe war ebenfalls auf der Suche nach einem neuen Domizil. Nun teilen sich Kinderhospizverein und Arbeitgeberverband ein Baugrundstück und einen Architekten. Der gesparte Aufwand fließt in die Arbeit des Vereins ein, die Kinder- und Jugendhospizarbeit in Deutschland weiter zu stärken.

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