Was ist denn fair?

Frauen in Lippe bereiten sich auf den nächsten Weltgebetstag vor

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Informierten über die Philippinen (v. l.): Nicole Bernady, Susanne Tono, Annette Wolf, Eden Schmiedeskamp, Maria Beineke-Koch, Thomas Schmiedeskamp und Brigitte Fenner.
veröffentlicht am 11.01.2017
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Detmold. „Was ist denn fair?“ ist das Motto des Weltgebetstages der Frauen. Dieser findet am 3. März statt. Die Gottesdienstordnung wurde von einer christlichen, ökumenisch zusammengesetzten Frauengruppe von den Philippinen verfasst. In Detmold fand dazu ein „Länderabend Philippinen“ statt.

Den rund 60 Besucherinnen der ökumenisch organisierten Veranstaltung im Gemeindehaus der Martin-Luther-Kirche wurden in vier Blöcken Informationen über die Philippinen nähergebracht. Daten und Fakten zu dem rund 300 000 Quadratkilometer großen Inselstaat, in dem ca. 102 Millionen Menschen leben, waren ebenso ein Thema, wie die politische Lage, die Situation der Christen und der Frauen.

Thomas Schmiedeskamp und seine Frau Eden, die ihre Wurzeln auf den Philippinen hat, berichteten kenntnisreich über das Land, das aus 7 107 Inseln besteht, große soziale Spannungen aufweist und mit viel Korruption und Kriminalität zu kämpfen hat. Rund 82 Prozent der Bevölkerung sind katholisch, was wesentlich mit der Kolonisation der Spanier zu tun hat, die 1565 stattfand. Protestantische Christen sind mit etwa 7 Prozent vertreten, rund 5 Prozent der Filipinos sind Muslime.

Die Geschichte der Kolonisierung des Inselstaates, die Globalisierung, der weltweite Hunger nach Rohstoffen und der Klimawandel haben starken Einfluss auf die Lebenssituation der Einwohner. Zwar gebe es Arbeit für gut ausgebildete Kräfte in der boomenden Softwarebranche, aber rund 25 Prozent der Bevölkerung – vor allem in den durch Großgrundbesitz geprägten ländlichen Gebieten – lebten in absoluter Armut, so Eden Schmiedeskamp. Gut ausgebildete philippinische Fachkräfte aus vielen Bereichen fänden keine Arbeit und wählten den Weg der Migration, auch viele Frauen, stellte sie fest. Das sind Themen, die in die Arbeit der phi­lippinischen Frauen am Gottesdienst zum Weltgebetstag eingeflossen sind und die viele Ansatzpunkte für die Frage „Was ist denn fair?“ bieten. Beim „Länderabend Philippinen“ kam vieles davon zur Sprache und wurde ergänzt durch vom Weltladen „Alavanyo“ angebotene, fair gehandelte philippinische Produkte wie getrocknete Mangos, Mango-­Essig, -Likör oder -Sirup.

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