„Ich will doch nicht dumm sterben“

Von der Jugend kann man etwas lernen. Das Projekt EULE macht es vor – jetzt auch in Delbrück

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Großer Andrang bei der Anmeldung zu den Kursen von EULE. Foto: Karl-Martin Flüter
veröffentlicht am 30.09.2016
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Delbrück. „Eule“ ist nicht nur der Name eines Vogels, der als besonders klug gilt. So heißt auch ein Kursprogramm, das Schüler zu Lehrern macht – und Senioren zu Schülern.

von Karl-Martin Flüter

Die Welt verändert sich so schnell, dass vor allem bei den neuen Technologien Menschen in der zweiten Lebenshälfte das Gefühl haben, abgehängt zu werden. PC, Internet, Handy, Facebook – wer soll das noch verstehen? Bei den Jugendlichen ist das anders, die sind damit aufgewachsen.

Genau da setzt EULE an. Sie fördert den Wissenstransfer von Jung nach Alt und schließt damit eine große Lücke. Wo sonst kann man man lernen, wie ein Handy funktioniert und auch mal nachfragen, ohne sich zu blamieren?

EULE steht für „erleben – unterrichten – lernen und experimentieren“ und wird im kommenden Jahr 20 Jahre alt. Gegründet wurde es in Rietberg. Seitdem ist EULE auch im Kreis Paderborn heimisch geworden, und zwar in Paderborn und Büren.

EULE ist immer ein Kooperationsprojekt des heimischen Caritasverbandes und einer Schule vor Ort – die Caritas hält den Kontakt zu den Senioren, die Schule stellt die jugendlichen Lehrer, Klassenräume und die Cafeteria, in der alle nach dem Unterricht zusammensitzen.

Dass EULE in vielen Orten rund um Delbrück bereits fest etabliert war, in Delbrück lange Zeit jedoch nichts passierte, ärgerte Magdalena Gockel, die ehemalige Regionalvorsitzende der CKD. Vor einem Jahr sprach sie Ursula Bökman an, die Caritas-Koordinatorin im Caritasverband Paderborn e. V. Innerhalb eines Jahres schaffte die es, das Projekt aus der Taufe zu heben. Sie stellte den Kontakt zum Delbrücker Gym­nasium her und bereitete mit ihrer schulischen Partnerin, der Lehrerin Svenja Schröder, den Start von EULE vor.

Mit Erfolg: Vor allem beim Handy oder beim Computer herrscht großer Nachholbedarf. „Die Jugendlichen sind heute so viel weiter“, sagt Rosemarie Hanschmidt, „und ich will einfach mehr wissen.“

Den ganzen Text mit weiteren Bilder und Informationen finden Sie im Dom Nr. 40 vom 2. Oktober 2016 auf den Seiten 35, 36

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