Entspannung pur für die Seele

Musikgruppe „Cantilena“ feiert zehnjähriges Bestehen / Freude am Singen ausleben

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Die Lebensfreude des „Cantilena“- Teams ist nicht nur zu hören, sondern auch deutlich zu sehen. Foto: Czembor
veröffentlicht am 19.08.2016
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Dortmund-Eichlinghofen. Sie singen, weil sie Freude am Gesang haben, sie treffen sich regelmäßig und die Mitglieder von „Cantilena“ haben vor lauter Freude am Singen fast vergessen, dass sie in diesem Jahr ein kleines Jubiläum feiern können.

von Horst-Dieter Czembor

Aber es stimmt – „Cantilena“ gibt es seit zehn Jahren. Die Musikgruppe ist damals als Projekt des neuen Pfarrgemeinderates der Gemeinde Maria-Königin zur Familien-­Kinder-Jugend-Arbeit initiiert worden. Angesprochen werden sollten mit dem Aufruf Jugendliche und junge Menschen, gemeldet haben sich zehn Sangesfreudige im „Mittelalter“ zwischen 30 und fast 60 Jahren.

Im Laufe des abgelaufenen Jahrzehnts gab es naturgemäß aus beruflichen und sonstigen Gründen einige Wechsel. Heute gehören 17 Sängerinnen und ein Sänger dem kleinen Chor an, der sich auf keinen Fall als Konkurrenz für den etablierten und über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten Kirchenchor Maria-­Königin sehen will. Aber trotz der Abgänge gab es jedes Jahr Stimmenzuwachs, sodass der sangesfreudige Kreis auf seine jetzige Stärke gewachsen ist.

Ziele von „Cantilena“ sind damals wie heute: Die eigene Freude am Singen auszuleben und „lebendige“ Familiengottesdienste mitzugestalten. Aber auch anspruchsvolle Lieder gibt es im „Cantilena“-­Programm, die gern in die öffentlichen Auftritte eingebaut werden. So auch beim großen Gemeindefest im Juli, das die Maria-Königin-Gemeinde mit der Jubiläumsfeier des Kindergartens verbunden hatte.

Alle zwei Wochen treffen sich die „Cantilenen“ im Gemeindesaal, um zu proben und neue Gesangsstücke einzustudieren. Denn die Musik ist nicht nur eine Bereicherung der Gottesdienste der Gemeinde, sondern jeder, der bei „Cantilena“ mitmacht, empfindet die gemeinsam verbrachte Zeit auch persönlich als etwas Wertvolles.

„Mir macht das Singen in dieser sehr netten Runde viel Freude, und ich finde hier Zeit, um mich zu entspannen“, sagt Andrea Schmidt, eine begeisterte „Cantilena“ seit 2009. „,Cantilena‘ ist Entspannung pur für meine Seele“, ist Gaby Kolleck sicher, die als eine der ersten Sängerinnen ihre Stimme erschallen ließ. „Musik ist für mich auch im Gottesdienst sehr wichtig. Sie ist die halbe Miete und ich singe gern“, sagt Jakob Jörissen, mit 68 Jahren der „Senior“ der Gruppe und zusammen mit Ehefrau Thea von Anfang an dabei. Mit Abstand die Jüngste ist Sara Wieners, die seit einem Jahr mit ihrer Stimme und ihrer Querflöte die „Cantilenen“ unterstützt.

Immer am vierten Advent lädt der kleine Chor seit 2007 zu einem offenen Singen in das Gotteshaus an der Baroper Straße ein. „Das ist inzwischen zu einer guten Gemeindetradition geworden“, freuen sich die „Cantilenen“. Aber auch zu Segnungsgottesdiensten lassen die Sängerinnen und der Sänger ihre Stimmen erschallen. Ebenso zur musikalischen Untermalung der Abendmahlsfeier am Gründonnerstag oder am Weltgebetstag der Frauen. Am Fronleichnamsfest haben die Sängerinnen und ihr männlicher Part zudem „freiwilligen Dienst“ in dem Gotteshaus an der Baroper Straße.

Die Leitung der „etwas anderen Musikgruppe“ hat seit der Gründung die Gemeindereferentin Jutta Hanmann, für die inzwischen „Cantilena“ mehr als eine Nebenbeschäftigung ist. Die Mitbegründerin und eigentliche Ideengeberin von „Cantilena“ ist aber Gaby Kolleck, damals wie heute im Pfarrgemeinderat aktiv und seit Jahren verantwortliche Mitarbeiterin des Gemeindekindergartens.

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