Für den Frieden beten

Jeden dritten Mittwoch im Monat treffen sich Christen in Bönen auf dem WJT-Platz

kopie_von_31_27_boenen2
In den Sommerferien trifft sich nur eine kleine Gruppe Christen unter dem Holzkreuz auf dem Weltjugendtagsplatz zum monatlichen Friedensgebet. Fotos: Plamper
veröffentlicht am 29.07.2016
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Bönen. Wenn die Sommerferien begonnen haben und viele Menschen ihre Urlaubstage an der See oder in den Bergen genießen, dann versammelt sich nur eine kleine Gruppe Christen unter dem hohen schlichten Holzkreuz auf dem Weltjugendtagsplatz an der Zechenstraße zum monatlichen Friedensgebet. Aber dennoch ist die Stimmung ergreifend.

von Elisabeth Plamper

Es war ein sehr warmer Mittwochabend im Juli. Nur ein leichter Wind wehte. Diesmal hatte Martin van de Sand vom Organisationsteam das Friedensgebet auf dem Weltjugendtagsplatz vorbereitet. Im Mittelpunkt stand ein Auszug aus einem Predigttext von Oswald Sanders. „Lasst uns mehr Zeit nehmen für das Gebet“, war das Leitwort.

Auch Barbara Stumpe war zum Friedensgebet auf dem Weltjugendtagsplatz gekommen. Für sie ist es ein außergewöhnlicher Ort, ein Ort „der besonderen Einkehr“, ein Ort, an dem Christen ihren Glauben bezeugen. Tina Wienpahl aus Flierich nahm zum ersten Mal am Friedensgebet teil. Erfahren hatte sie davon im sonntäglichen Gottesdienst. „Es lohnt sich, für den Frieden zu beten“, ist sie sich sicher. Es sei schon etwas Besonderes, unter dem Kreuz zu stehen, umgeben von blühenden Rosenbeeten“, meint Burkhard Schlottmann.  

Das erste Friedensgebet fand im April 2015 anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Weltjugendtagsplatzes statt. Entstanden ist die Idee dazu im Arbeitskreis aus aktiven Gemeindemitgliedern, die sich auf vielfältige Weise für spirituelle Angebote im Pastoralverbund Bönen-Heeren engagieren.

„Wir möchten Möglichkeiten anbieten, auch in der Woche gemeinsam zu beten“, erläuterte van de Sand. „Wir treffen uns bei jedem Wetter und haben auch schon im Regen, bei Blitz und Donner mit Regenschirmen hier gestanden.“ Es sei eine Auszeit vom Alltag. Im Anschluss an die etwa halbstündige Andacht besteht die Gelegenheit zum Gespräch und Austausch bei einem Becher Wasser, Trauben­saft oder Wein.

Der Weltjugendtagsplatz entstand 2005. Den Anstoß gab der damals in Köln stattfindende Weltjugendtag der katholischen Kirche. „Under Construction – Bau mit an einer gerechten Welt“, so lautete das Motto. Engagierte Mitglieder der drei katholischen Kirchengemeinden Christ König, St. Bonifatius und Herz Jesu im Pastoralverbund Bönen-­Heeren entwickelten mit Unterstützung der örtlichen evangelischen Kirchengemeinde das Projekt „Weltjugendtagsplatz“. Überwiegend Jugendliche – unter anderem auch aus Polen, Argentinien, Kanada, El Salvador, Bolivien und Italien – gestalteten im Rahmen eines Aktionstages auf dem Zechengelände einen Ort der Ruhe und Besinnung. Das Kreuz wurde aus alten Spurlatten, die im Bergbau zur Führung der Förderkörbe eingesetzt waren, gefertigt. Die kleinen Einlässe aus Glas enthalten als Symbol der globalen Zusammengehörigkeit Erde aus verschiedenen Ländern der Welt, die von den internationalen Gästen mitgebracht worden war.

Inzwischen ist der Platz auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Königsborn III/IV fast zu einem lokalen Pilger­ort geworden, der nicht nur zu kirchlichen Festen wie beispielsweise Fronleichnam, sondern auch für verschiedenste spirituelle Veranstaltungen im Pastoralverbund genutzt wird. Und es ist gleichzeitig ein Ort, der auch eng mit der Geschichte der katholischen Kirchengemeinden in Bönen und Heeren verbunden ist.

Die circa halbstündigen Friedensgebete finden von April bis Oktober an jedem dritten Mittwoch im Monat statt und beginnen um 19.00 Uhr.

Information/Kontakt: ­www.­pv-boenen-heeren.de

Weitere interessante Artikel auf DerDom.de
07.02.2023

 

 

 

 

Studie: In Nigeria gehen Katholiken am häufigsten zur Messe

In welchem Land ist der Gottesdienstbesuch unter Katholiken am höchsten? Eine Studie hat weltweit 36 Länder untersucht. Die Zahlen sind aus Sicht der Kirche wenig beruhigend.

weiterlesen
05.02.2023

 

 

 

 

Krieg in der Ukraine – „Echter Frieden braucht Gerechtigkeit“

Der Bischof von Odessa-­Simferopol, Stanislaw Schyrokoradiuk, äußerte sich in Paderborn über den Krieg in der Ukraine und die Solidarität der deutschen Katholiken.

weiterlesen
04.02.2023

 

 

 

 

Wozu sind Sie da, Johannes Wöstefeld?

Johannes Wöstefeld ist Elektroingenieur und Diplom-­Verwaltungswirt. Bis 2015 arbeitete er für das Arbeitsamt bzw. die Arbeitsagentur.

weiterlesen