Kreativität und Organisationstalent

Die KLJB-Diözesanvorsitzende Sarah Schulte-Döinghaus über gute Ferienfreizeiten und Leitungsteams

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Gemeinschaft leben, Abenteuer erleben, Freundschaften schließen, unbeschwerte Tage genießen - Ferienfreizeiten bieten Kindern und Jugendlichen einiges. Foto: BDKJ
veröffentlicht am 22.07.2016
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Erzbistum. In diesen Wochen sind wieder unzählige Kinder und Jugendliche unterwegs, um abseits des Urlaubs mit der Familie ein bisschen Unabhängigkeit und Abenteuer zu erleben: In Ferienlagern und -freizeiten der katholischen Jugendverbände im Erzbistum Paderborn. „Der DOM“ sprach mit der Diözesanvorsitzenden der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) im Erzbistum Paderborn, Sarah Schulte-Döinghaus, darüber, was ein gutes Ferienlager ausmacht, und woran sie sich selbst gern erinnert, wenn sie an Ferienfreizeiten als Teilnehmerin und Leiterin zurückdenkt.

von Andreas Wiedenhaus

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Was macht eine gute Freizeit aus, was ein gutes Leitungsteam?

Eine gute Ferienfreizeit macht für mich die Abwechslung aus. Es gibt Großgruppenspiele sowie kreative Aktionen in der kleinen Gruppe, draußen im Wald oder drinnen. Im Team ist es ähnlich. Eine gute Mischung aus kreativen Köpfen, Organisationstalenten und Machern belebt die Zusammenarbeit, genauso wie ein gutes Verhältnis von neuen und erfahrenen Betreuern. Wichtig ist aber vor allem eine gute Vorbereitung und Spontaneität während der Freizeit.

Was kommt bei den Kindern und Jugendlichen besonders gut an?

In unserem Ferienlager waren die letzten Jahre die absoluten Highlights Ausflüge zu besonderen Orten wie etwa Schloss Neuschwanstein oder die Nordsee sowie die von den Leitern und Kindern gemeinsam organisierten Spiele – zum Beispiel „Wetten dass DOM: Wie sind Ihre Erinnerungen an Ihre ersten Ferienlager als Teilnehmerin?

Sarah Schulte-Döinghaus: Das war von1997 bis 2002 – lange ists her. Dennoch erinnere ich mich gerne zurück. Urlaub ohne die Eltern, zwei Wochen mit allen meinen Freunden und Freundinnen, tolle Ausflüge und spannende Spiele sind nur ein paar meiner Erinnerungen an die Ferienlager in nah und fe..?“ oder „Pimp my Leiter“.

Gibt es ein Echo von Seiten der Eltern?

Direkte Rückmeldungen von Eltern sind vom Leiterteam gerne gesehen. Im Vorhinein haben die Eltern die Möglichkeit, Fragen oder Sorgen bei einem Elternabend loszuwerden. Auch während der Ferienfreizeit ist die Lagerleitung stets erreichbar. Spätestens wenn die Eltern die glücklichen Kinder bei der Rückkehr des Busses in die Arme schließen, erhalten wir oft dankende Worte für unser Engagement und die tolle Betreuung der Kinder während der zwei Wochen. Das gibt dem Leiterteam einen zusätzlichen Motivationsschub für den Einsatz.

Wie gehen die zum Teil ja selbst sehr jungen Leiterinnen und Leiter mit der Verantwortung um?

Bevor neue Leiterinnen und Leiter bei uns mit ins Ferienlager fahren, besuchen sie beispielsweise den Basiskurs des KLJB Diözesanverbandes, welcher das Einmaleins des Gruppenleiter-Seins vermittelt, viele neue Ideen spendet und neue Leiterinnen und Leiter mit der notwendigen Kenntnis über die Verantwortungen einer Gruppenleitung unterstützt. Durch die enge Zusammenarbeit im Team muss sich niemand mit der Verantwortung alleine fühlen. Sollten Unsicherheiten auftreten, werden diese offen in der täglichen Leiterrunde während einer Ferienfreizeit besprochen. So unterstützen wir uns gegenseitig und jeder darf die Ver­ant­wortung übernehmen, die er tragen möchte, und wird nicht zu mehr gedrängt. Das System ist bei uns gut erprobt und funktioniert hervorragend. Und trotz der Verant­wor­tung, die das Leiterteam trägt, darf der Spaß und ein bisschen Verrücktheit bei einer Ferienfreizeit nicht fehlen!

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