Gottes Wort hören und befolgen

Patronatsfest in Werl zog wieder zahlreiche Pilger an

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Nach dem Pontifikalamt auf dem Kreuzwegplatz zog die Prozession mit der Nachbildung des Gnadenbildes in die Basilika.
veröffentlicht am 06.07.2016
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Werl. Viele Pilgergruppen aus dem Erzbistum Paderborn und darüber hinaus sowie zahlreiche Einzelpilger waren am vergangenen Wochenende zum Patronatsfest „Mariä Heimsuchung“ nach Werl gekommen.

Ab dem späten Samstagmorgen trafen die Pilgergruppen nacheinander im größten Wallfahrtsort des Erzbistums Paderborn ein. Die Gläubigen aus Warstein, dem Stift Hildesheim, aus Much, Delbrück, Olpe, Arpe und Lenhausen hatten meist weite Fußmärsche auf sich genommen, um auch in diesem Jahr wieder am Patronatsfest in Werl teilzunehmen.

So manche Gruppe konnte ihren gewohnten Weg nicht gehen, weil das Gelände um die Stadthalle wegen des Parteitages der AfD weiträumig abgesperrt war. Davon jedoch ließen sich die Pilgerinnen und Pilger nicht beeindrucken. Sie feierten gemeinsam mit den Werler Franziskanern das Fest „Mariä Heimsuchung“ in gewohnter Weise mit ihren Gottesdiensten, der Lichterprozession am Samstagabend und der großen Stadtprozession am Sonntagmorgen.

Höhepunkt war das Pontifikalamt, dass Bischof Heinz-Josef Algermissen mit den Gläubigen auf dem Kreuzwegplatz feierte. In seiner Predigt rief der Bischof von Fulda die Gläubigen auf, Gottes Wort zu hören und es zu befolgen. Maria habe diesen, von Jesus vorgegebenen Rhythmus, während ihres ganzen Glaubensweges aufgenommen. Geradezu tragisch habe Maria Gottes Wort befolgt, als sie unter dem Kreuz stand, an das ihr Sohn geschlagen worden war. Sie musste mit ansehen, wie ihr Sohn gefoltert und getötet wurde. Darin sei sie vielen Müttern heute gleich, schlug Bischof Algermissen den Bogen zur aktuellen Situation in der Welt. Und er betonte: „Wer so Gottes Wort beherzigt, wird auch heute von den Menschen verstanden: Wenn wir wie Maria zu finden sind bei den Menschen, in denen Jesus Christus selbst heute noch leidet: bei den Kleinen und Notleidenden, bei den Kranken und Sterbenden, bei den Alleingelassenen und Vergessenen, bei den Flüchtlingen und Obdachlosen.“

In sehr persönlichen Worten schilderte der frühere Paderborner Weihbischof seine Beziehung zu Werl und zum Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“. Seine Eltern hätten ihn eine gute Marienfrömmigkeit gelehrt, die zu Jesus Christus führe.

Vor dem Gnadenbild in Werl könne man besonders gut auf Marias Herzschlag hören und das Lebensprogramm des Glaubens verstehen, dass man in den Worten verdichten könne: „Das Wort Gottes hören und es befolgen“, sagte Bischof Heinz-Josef Algermissen und er fügte hinzu: „Und wenn wir es schaffen, Maß zu nehmen am Herzschlag Mariens, unserer Mutter und Schwester im Glauben, dann müsste man etwas spüren, wenn wir zurückkehren in unsere Familien und Gemeinden, an unserem Arbeitsplatz. Dann müssten die Menschen unserer Umgebung an unserem alternativen Verhalten auch erkennen, wes Geistes Kinder wir sind.“

Matthias Nückel

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