Würdevolle Begleitung bis zuletzt

Zum Internationalen Tag der Pflege gab es im Sauerland zahlreiche Aktionen

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Auf die Situation der Pflege machten Aktionen wie hier in Winterberg aufmerksam.
veröffentlicht am 03.06.2016
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Arnsberg/Marsberg/Winterberg. Die Pflege von Menschen in der letzten Lebensphase stand im Mittelpunkt eines Aktionstages der Freien Wohlfahrtspflege NRW beim Internationalen Tag der Pflege. Bei mehreren Aktionen im Sauerland lud vor allem die Caritas Passanten ein, mit Pflegeprofis ins Gespräch zu kommen. Fachleute forderten zudem verlässliche sozialpolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Unter dem Motto „Wir für Sie“ hatten verschiedene Träger von ambulanten, teilstationären und stationären Pflegeangeboten, Diensten und Einrichtungen in Arnsberg und dem Altkreis Brilon die Bürger eingeladen, sich an Ständen zu informieren und mit Fachleuten zu sprechen. Unter dem Motto „Wir begleiten Sie – würdevoll bis zuletzt!“ wurde die Pflege von Menschen in der letzten Lebensphase und die Unterstützung ihrer Angehörigen und Freunde in den Fokus genommen.

Auf dem Wochenmarkt in Neheim informierte der Fachbereich Pflege & Wohnen im Caritasverband Arnsberg-Sundern über die Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen. In den vier Sozialstationen, drei Tagespflegeeinrichtungen, vier Seniorenhäusern, drei Seniorenwohnungen und einer Seniorenwohngemeinschaft arbeiten über 750 Mitarbeiter. Darüber hi­naus sind zahlreiche Ehrenamtliche in Neheim, Arnsberg, Sundern und Hüsten im Einsatz. Zusätzlich gibt es das stationäre Hospiz Raphael, den ambulanten Palliativpflegedienst sowie den ambulanten Hospizdienst Sternenweg für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Im Altkreis Brilon wurde zur Pflegekampagne in Winterberg und Marsberg die Begegnung mit den Bürgern gesucht. In Winterberg informierten der Caritasverband Brilon, die Hospizinitiative Hallenberg-Winterberg, Apo Care und das St.-Franziskus-Hospital Winterberg an einem Aktionsstand. Altenheim, Krankenhaus, Hospiz oder Zuhause: Wo wollen die Menschen sterben? Durch farbige Bälle konnten Passanten ihrem Wunsch Ausdruck verleihen. Das Ergebnis war eindeutig: Die Menschen möchten in ihrem Zuhause sterben.

Wenn Sie einen allerletzten Wunsch freihätten? Diese Frage stellten die Pflegeexperten vom Gesundheits- und Qualitätszirkel Marsberg, einem Zusammenschluss von Caritas-­Sozialstation, DRK-Haus Am Bomberg, St.-Marien-Hospital, Altenheim St. Franziskus Beh­ringhausen, Hospizinitiative Marsberg, LWL-Haus Stadtberge, K&S Seniorenresidenz, Pflegedienst SaBri, AWO-­Wohn­haus, Interessierten am Aktionsstand auf dem Markplatz. Die meistgenannten Antworten waren: liebevoll begleitet werden, mit allen Frieden geschlossen haben, schmerzfrei einschlafen im Familienkreis. Dass die Menschen sich eine würdevolle Sterbebegleitung wünschen, die Leib und Seele einschließt, entspricht auch den Erfahrungen, die die Pflegeprofis in ihrem Berufsalltag machen.

„Wir fordern verlässliche sozialpolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, um die Versorgungssicherheit der pflegebedürftigen Menschen insbesondere auf dem Land sicherzustellen“, betonte Karen Mendelin, Fachbereichsleitung Senioren- und Krankenhilfe Caritasverband Brilon. Derzeit sterben die meisten Menschen vor allem im Krankenhaus. „Der Trend zeigt eine Sterbeortverlagerung: weiter weg von Zuhause und auch vom Krankenhaus hin zu Alten- und Pflegeheimen“, so Karen Mendelin. Es gelte demnach, sowohl die ambulanten wie stationären Palliativangebote und Netzwerke finanziell viel besser auszustatten, um sie weiter ausbauen zu können. „Das fordern wir, um eine würdevolle Pflege bis zuletzt leisten zu können. Würdevoll – dazu gehört auch, Zeit für die intensive psychosoziale Begleitung zu haben sowie für den Mehrbedarf an Behandlungspflege und für den höheren Koordinationsbedarf.“

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