Theologie in der Fastenzeit

Alternative zur Bußpredigt erfolgreich abgeschlossen

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Die Jugendlichen haben, wie hier mit Weihbischof König, alle Veranstaltungen geplant und durchgeführt. Foto: Körtling
veröffentlicht am 24.03.2016
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Werl. Interessant, spannend und auch mal polarisierend: Die „Theologie an der Theke“-­Reihe bot wieder eine begeisternde Alternative zu den traditionellen Fastenpredigten. Kompetente Referenten, ungewöhnliche Orte und aktuelle Themen zogen rund 450 Besucher an fünf Sonntagabenden in ihren Bann. Beim Abschluss wurde den jugendlichen Organisatoren lauter Applaus gespendet.

„Was ist Wahrheit?“, „Worum dreht sich die Kirche?“, „Darf die Medizin, was sie kann?“ – aktuelle und zeitlose Fragen wurden gestellt und aus katholischer Sicht diskutiert. Dabei musste es kein abschließendes Fazit geben, viele Fragen blieben offen, aber die Art und Weise, in der diskutiert wurde, war absolut erfrischend. Das war auch am letzten Abend so, als Monsignore Professor Dr. Peter Schallenberg, von der theologischen Fakultät Paderborn, zum Thema „Ehebund(t) für immer? Totale Verwirrung oder neue Wahrheit?“ referierte. Bevor er in die Diskussion mit den rund 50 Besuchern einstieg, bot der Professor, in kurzer Zeit, einen umfassenden Einblick in die Entstehung der heutigen kirchlichen Haltung zum Thema Heirat, Scheidung und Wiederverheiratung. Die aktuelle Familiensynode, die 1981 unter Papst Johannes Paul II. bereits einen direkten Vorgänger hatte, wurde ebenso erklärt wie das Konzil von Nicäa oder der Verweis auf das Bibelwort „Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden“.

Als später bei der Fragerunde provokante Fragen aufkamen, erklärte Schallenberg bereitwillig. Pastor Christoph Seve­rin nahm das Thema Trennung pragmatisch auf: „Wa­rum kommen die Menschen erst, wenn es um das Neue geht?“, fragte der Pastor. Er wünschte sich, dass die Menschen sich schon bei Problemen an ihre Geistlichen wendeten. „Wir sind Beobachter von außen und können beim Versuch, die Beziehung zu retten, durchaus helfen“, so Severin. Nach der angeregten Diskussion dankten Geistliche wie Gäste dem jugendlichen Orga-Team: Sven Kothenschulte, Daniel Spiekermann, Patrick Fröhlich, Johannes Schulze Mengering und Marina Severin hatten die fünf Veranstaltungen rundherum vorbereitet. Schulze Mengering berichtete anschließend von seinen Eindrücken: „Es waren durchaus Unterschiede, je nach Thema, zu bemerken“, so der Organisator. Während beim Besuch von Weihbischof König munter debattiert wurde, seien die Leute bei dem eher unbekannten Thema Medizinethik ruhig gewesen. Das spräche für die große Vielfalt.

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