Auszeichnung zum „fairen Kloster“

Bergkloster Bestwig zeigte mit Maßnahmen und Veranstaltungen Verantwortung für die Schöpfung

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Ulrich Klauke (r.) übergibt die Auszeichnung an (v. l.) Provinzsassistentin Sr. Maria Martha Horstschräer, Provinzoberin Sr. Johanna Guthoff und Rainer Hake, der den Prozess koordinierte.
veröffentlicht am 18.03.2016
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Bestwig. Das Bergkloster Bestwig darf sich ab sofort „faires Kloster“ nennen. Die BDKJ-Diözesanvorsitzende Annika Manegold, Ulrich Klauke vom Referat Weltmission des Erzbistums Paderborn und Reinhard Schulte als Vertreter des Dekanates Hochsauerland-Mitte im Diözesankomitee übergaben die Auszeichnung in einem Gottesdienst an die Provinzoberin der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel, Schwester Johanna Guthoff.

„Unser Lebensstil hat Auswirkungen auf das Leben der Menschen rund um den Globus. Umso wichtiger ist es, Verantwortung für mehr Gerechtigkeit und einen bewussteren Umgang mit der Schöpfung zu zeigen. Das tun Sie“, erklärte Annika Manegold, die auch Vorsitzende des Diözesankomitees im Erzbistum ist. Sie erinnerte an die oft unwürdigen und gesundheitsschädlichen Bedingungen, unter denen in armen Ländern Produkte für die reichen Industrieländer hergestellt werden. Und den Klimawandel, „der die am stärksten trifft, die am wenigsten dafür können“. Mit ihrem Engagement auf dem Weg zum „fairen Kloster“ hätten die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel dagegen ein Zeichen gesetzt.

Der BDKJ-Diözesanverband, das Referat Weltmission und das Diözesankomitee sind gemeinsam Träger des Projekts „faire Gemeinde“, bei dem sich das Bergkloster um die Auszeichnung beworben hat. Voraussetzung dafür sind zum Beispiel die Verwendung fair gehandelter Verbrauchsmaterialien und Lebensmittel, energetische Maßnahmen und Veranstaltungen zur Bewusstseinsbildung.

„Fair gehandelten Kaffee verwenden Sie schon länger. Ebenso Papier aus nachhaltiger Holzwirtschaft. Inzwischen haben Sie auch ein Blockheizkraftwerk, eine Pelletheizung und eine Solaranlage auf dem Klostergelände in-
stalliert“, zählte Ulrich Klauke unter anderem auf.

Nun seien fair gehandelte Getränke für das Kloster und den Gästebereich dazugekommen. Die werden vom Josefsheim in Bigge bezogen – „wodurch Sie zusätzlich ein soziales Projekt unterstützen“. Auch die Küche verwendet vermehrt Produkte aus der heimischen Region und aus nachhaltiger Landwirtschaft.

Wichtig seien darüber hinaus die Veranstaltungen, die das Thema innerhalb des Bewerbungszeitraumes von Mai bis November 2015 in das Bewusstsein der Ordensschwestern und ihrer Mitarbeiterschaft gebracht hätten. Dazu gehörten das Internationale Pfingsttreffen unter der Überschrift „Für eine gerechtere Welt“, ein Mitarbeiterfest mit der kabarettistischen Darbietung von Udo Reineke zu diesem Thema und das Missionarische Forum im Oktober unter dem Titel „Die Welt – unser gemeinsames Haus. Nachhaltig handeln im Zeitalter der Wegwerfgesellschaft.“

„Wir hoffen, dass Ihr Engagement weitere Gemeinden, Verbände und Institutionen ermutigt, sich auf den Weg zu machen“, schloss Ulrich Klauke ab. Das Bergkloster Bestwig ist die dritte Einrichtung im Dekanat Hochsauerland-Mitte und die 39. im Erzbistum, die die Auszeichnung „faire Gemeinde“ erhält.

Beim anschließenden Empfang bedankten sich Provinzoberin Schwester Johanna Guthoff und Provinzassistentin Schwester Maria Martha Horstschräer für die ausgesprochene Wertschätzung. Schwester Johanna versprach: „Die soll jetzt am Klostereingang, aber auch im Gästebereich sichtbar werden. Damit wir das Thema im Bewusstsein halten, weiter daran arbeiten und vielleicht auch andere inspirieren.“