Wohnberatung im Visier

Caritas-Fachfrau erklärt Ehrenamtlern des Lippetaler Kleeblatts, worauf es ankommt

kopie_von_zum_ersten_treffen
Wohnberaterin Eva Borgmann (links) informierte beim „Lippetaler Kleeblatt“. Foto: Caritas
veröffentlicht am 26.02.2016
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Lippetal. Gleich beim ersten Jahrestreffen erhielten die Ehrenamtler des Lippetaler Kleeblatts eine wichtige Fortbildung: Eva Borgmann von der Caritas-Wohnberatung erklärte, wo die verkannten Risikofaktoren stecken, die für ältere Menschen eine oft unerkannte Gefahr darstellen. Bei den Ehrenamtlern, die Senioren im ländlichen Raum betreuen, war sie damit genau richtig.

Die Ehrenamtlichen im „Lippetaler Kleeblatt“ sind nicht nur die freundlichen Helfer, die vielen Senioren die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Sie können auch diejenigen sein, denen bei Besuchen Dinge auffallen, die viele Bewohner nach Jahrzehnten in ihrem Zuhause gar nicht mehr bemerken. Die Liste der möglichen Gefahrenpunkte ist dabei lang: Sei es die kleine Stolperkante an der Dusche, der fehlende zusätzliche Griff an der Badewanne oder der rutschige Teppich. „Das geht lange Jahre gut“, sagte Eva Borgmann. Doch dann ergänzte sie: „Aber einmal nicht. Und dann ist der Oberschenkelhalsbruch da.“

Die Caritas-Fachfrau für Wohnberatung war beim ersten Treffen der „Kleeblatt“-Ehrenamtlichen in 2016 ins Haus Idenrast gekommen, um die Wohnberatung vorzustellen. Die beiden wichtigsten Punkte nannte sie zuerst: „Wir von der Wohnberatung wollen, dass die Menschen so lange wie möglich zu Hause leben können. Und das unfallfrei.“ Punkt zwei war ihre große Bitte an die Ehrenamtlichen: „Wenn Sie so etwas sehen, so eine Stolperfalle oder Barriere, machen Sie den Bewohner bitte auf die Möglichkeit der kostenlosen Wohnberatung aufmerksam. Wir kümmern uns dann umgehend.“

Angefangen von der Analyse der Wohnung selbst, über die Antragstellung für Umbauten, bis hin zur Hilfe bei Ausschreibungen und der Beantragung der möglichen Fördermittel. Es müsse auch gar nicht immer der Treppenlift sein, auf den besorgte Angehörige oft setzen. Dazu erklärte Borgmann, wie es preiswerter und oft sinnvoller geht: „Manchmal reicht einfach ein zweiter Handlauf, etwa nach einer Reha.“ Dann werde beim Treppensteigen wieder Muskelmasse aufgebaut, das Gleichgewicht wird trainiert, und der alte Mensch habe ein Erfolgserlebnis.“

Zu diesem Abend konnte Claudia Wetter, hauptamtliche Projektkoordinatorin, auch Holger Schubert vom Kreis Soest begrüßen. Der Sachgebietsleiter der Abteilung Pflegeplanung und Alter interessierte sich besonders für die Arbeit des „Lippetaler Kleeblatts“: „Das ist vielleicht etwas, was auch in anderen Kommunen klappen könnte.“

Weitere interessante Artikel auf DerDom.de
27.01.2023

 

 

 

 

Erinnerung an den Holocaust

Am heutigen Freitag wird weltweit der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) nennt wichtige Fakten und Daten zu diesem Tag.

weiterlesen
27.01.2023

 

 

 

 

Wozu sind Sie da, Hermann-­Josef Dregger?

Hermann-­Josef Dregger (58) ist gelernter Industriekaufmann. Er arbeitet beim „Katholischen Hospitalverbund Hellweg“ in der Buchhaltung.

weiterlesen
26.01.2023

 

 

 

 

Wider die Demokratie-Entleerung – Über Gewalt und Vorbeugung

Ein Gespräch mit dem Konfliktforscher Martin Winands über die Gewalt und wie man ihr vorbeugen kann.

weiterlesen