Hungertuchwallfahrer zeigen Flagge

Eröffnung der MISEREOR-Fastenaktion: Einsatz für die Rechte der indigenen Völker in Brasilien

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und 110 Kilometer legten die Wallfahrer aus dem Erzbistum Paderborn auf ihrem Weg nach Würzburg zu Fuß zurück. Foto: Dekanat Siegen
veröffentlicht am 26.02.2016
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Erzbistum/Würzburg. Nach einem rund 110 Kilometer langen Pilgermarsch erreichte eine 60-köpfige Wallfahrtsgruppe aus dem Erzbistum Paderborn die fränkische Bischofsstadt Würzburg, wo sie begeistert vom Würzburger Bischof Friedhelm Hoffmann, von MISEREOR Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel und brasilianischen Projektpartnern begrüßt wurde. Die Hungertuchwallfahrer aus dem Erzbistum Paderborn hatten sich zu Fuß auf den Weg zur bundesweiten Eröffnung der MISEREOR-Fastenaktion gemacht.

Sie steht unter dem Leitwort „Das Recht ströme wie Wasser“. Mit diesem Motto eröffneten zeitgleich die christlichen Kirchen in Brasilien ebenfalls ihre Fastenaktionen.

Mit viel Wasser, teilweise in Form von Schnee, hatten die Hungertuchwallfahrer unterwegs zu kämpfen. Der zweitägige Dauerregen hatte die Wanderstrecken im Spessart aufgeweicht und zu einem echten Härtetest für Wanderkleidung und Schuhwerk gemacht. Zur Erleichterung aller konnte die zweite Hälfte der Wallfahrt unter trockenen und teilweise sonnigen Witterungsverhältnissen durchgeführt werden.

Immer wieder wurden die Wallfahrer sehr gastfreundlich aufgenommen. So kümmerten sich in Wiesen im Hochspessart und in Hettstadt die Bürgermeister persönlich um die Unterbringung und Versorgung der Pilger.

Feste Bestandteile der Wallfahrt waren besondere Gottesdienste, Impulse, Schweigestunden, musikalische Beiträge und Begegnungen, in denen der Gedanke der Solidarität und des Einsatzes für weltweite Gerechtigkeit in den Mittelpunkt rückte.

Besonders die Situation indigener Völker im Amazonasgebiet Brasiliens stand immer wieder im Blickfeld. Ihr Überleben ist durch den geplanten Bau eines riesigen Staudamms in ihrem angestammten Lebensraum bedroht. Ohne Rücksicht auf ihre Lebensrechte soll am Tapajos ein Staudamm zur Energiegewinnung errichtet werden, der mehr zur Ausbeutung der Rohstoffe und des Amazonasgebietes beiträgt als zur nachhaltigen Entwicklung Brasiliens. Auch mit ihrem „Flagge zeigen für Gerechtigkeit“ setzen die Pilger ein Zeichen, dass die „Sorge für das gemeinsame Haus“ (Papst Franziskus) weltweite Dimensionen hat. Das Dekanat Siegen hatte die Durchführung der Wallfahrt übernommen. Hermann-Josef Günther, Jochen Voß und Pfarrer Karl-Hans Köhle leiteten die Gruppe.

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