Bilder des Glaubens

101-jähriger Dr. Konrad Korfmacher präsentiert seine Ikonen in Langenberg

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Heimleiterin Margarete Langwald, Dr. Konrad Korfmacher und Dieter Keller präsentieren die Ikone „Die Thronende“.Fotos: Leskovsek
veröffentlicht am 13.11.2015
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Langenberg (wl). Aus vollem Herzen hat Dr. Konrad Korfmacher aus Langenberg nach seiner aktiven Zeit als Hausarzt gemalt. Er hat sich dabei aber nicht etwa Landschaften oder bunten Blumen gewidmet, sondern sich intensiv mit der sehr aufwendigen Technik der Ikonenmalerei beschäftigt. Dieses Hobby wurde in seinem dritten Lebensabschnitt zu seiner großen Leidenschaft. Alle Arbeiten des heute 101-Jährigen werden aktuell im Altenpflegeheim St. Antonius von Langenberg gezeigt.

Die Ausstellung ist unter dem Titel „Aus vollem Herzen. Ikonen – Bilder des Glaubens“ in der Cafeteria zu sehen. 39 Werke hat Korfmacher vielfach unter der Anleitung des bekannten Lehrers und Ikonenmalers Klaus Kegelmann geschaffen. Im sechsten Jahr lebt Dr. Korfmacher nun im Altenpflegeheim St. Antonius von Langenberg, weil seine Kräfte ihn langsam verlassen.

Da er immer schon seine Arbeiten verschenkt oder für gute Zwecke weggegeben hat, sind die meisten Arbeiten als Fotografien zu sehen. Nur einige wenige Originale sind in Glasvitrinen ausgestellt. Es freut ihn sehr, dass seine Arbeiten in dieser gesammelten Form der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dr. Konrad Korfmacher ist aber nicht nur Maler, beliebter Hausarzt, achtfacher Vater, 16-facher Großvater und sechsfacher Urgroßvater, sondern auch Musiker. Gerade das Orgelspiel bewegte ihn. Er hat Musik studiert und seine musikalischen Fähigkeiten auch an seine Kinder vererbt.

Zur Ausstellungseröffnung sprach Heimleiterin Margarete Langwald zu den Gästen. Unter ihnen auch eine Abordnung aus Rheda-Wiedenbrück, die Freunde der Kirchenmusik von St. Clemens, wo Korfmacher häufiger als Gastorganist zugegen war.

„Ich freue mich, dass durch diese Ausstellung der spirituelle Geist in diesem Haus intensiv zu spüren ist“, sagte sie. Es sei für sie eine große Ehre, dass die Bilder genau da ausgestellt werden, wo der Künstler heute lebt.

Dieter Keller, Schwiegersohn und Bewunderer von Dr. Konrad Korfmacher, hielt die Einführungslaudatio. Die Ikonenmalerei gehe bis ins vierte Jahrhundert zurück und stelle eine Art Fenster zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem her, sagte er. Ikonen würden zu einem christlichen Haus dazugehören. Charakteristisch für Ikonen seien religiöse Motive wie die Gottesmutter, Christusdarstellungen, Kreuzmotive, Heilige und Engel. Ikonenmaler müssten sich an strenge Vorschriften halten, dürften nicht ihr eigenes Abbild auf einer Ikone verewigen. Ikonenmaler treten nicht in den Vordergrund und würden niemals ihre Arbeiten signieren, erklärte Dieter Keller. Und dennoch erkenne man die Handschrift des Malers.

Für Dr. Konrad Korfmacher war es stets wichtig, in seiner Malerei den Glauben zu vermitteln. Nicht jeder könne einfach Ikonen malen, selbst wenn er das Handwerk verstehe. Denn ein tiefer Glaube sei beim Ikonenmalen mindestens genauso wichtig. Durch seine Arbeiten konnte Korfmacher seinen tiefen Glauben nach außen tragen.

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