Wallfahrt und Jubiläum

Italienische Mission in Kevelaer

Lippstadt. Die Lippstädter hatten den Vorschlag gemacht, die traditionelle Wallfahrt der italienischen Mission der Region Nord nach Kevelaer führen zu lassen. Am Tag der Deutschen Einheit war es so weit und gemeinsam mit Gläubigen aus Dortmund, Essen und Hagen ging es zur „Trösterin der Betrübten“. Ein 50-jähriges Priesterjubiläum rundete die Wallfahrt der Italiener ab.

Die Wallfahrer der italienischen Mission der Region Nord legten in Kevelaer ein fröhliches Zeugnis ihres Glaubens ab. Foto: Elsa Alangi

 

In dem kleinen Städtchen Kevelaer war die Freude groß, als sich die italienischen Pilger auf den Straßen und auf dem Kapellenplatz vor der Basilika trafen. Die Kirche war zu dem Zeitpunkt noch voll mit deutschen Pilgern, die mit ihrer charakteristischen Ernsthaftigkeit und Fassung zelebrierten und sangen.

So hielten sich die Mitglieder der Mission zunächst im Hintergrund und ließen die Basilika, die rund 5 000 Pilger aufnehmen kann, auf sich wirken. Als die vorherigen Wallfahrtsmessen beendet waren, schritten die anderen Pilgergruppen zur Kapelle, wo die bis heute zahlreich stattfindenden Wallfahrten des Ortes ihren Anfang hatten.

Als die Mitglieder der italienischen Mission an der Reihe waren, wussten die mitgereisten Geistlichen und Gläubigen gleich, was zu tun war: Don Guido Lemma aus Dortmund, Pater Pierino Natali aus Lippstadt und Don Adriano Lucato aus Essen versammelten ihre Pilger in der Basilika und begannen freudig mit der Eucharestiefeier. Die Messe wurde, ganz im Zeichen des „Heiligen Jahres“, über „Maria, Mutter der Barmherzigkeit“ zelebriert.

Für den Zelebranten Don Adriano war diese Wallfahrtsmesse etwas ganz besonderes, denn er feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Priesterjubiläum und das Ende seines langen Dienstes als Missionar in Essen. Während Pater Pierino konzelebrierte, leitete Don Guido den festlichen Gesang der Gläubigen.

Die Austeilung der Kommunion wurde den Diakonen anvertraut, die sich angeschlossen hatten: Josef Bilstein aus Lippstadt und Cataldo Caruso aus Hagen.

Nach der heiligen Messe gingen auch sie zur Gnaden­kapelle, wo schon Papst Johannes Paul II. das Marienbild betrachtete.

Nach einer kleinen Freizeit versammelten sich alle wieder in der Basilika für das Rosenkranzgebet, mit Gesang und Vortragung der Geheimnisse durch Pater Pierino. Dieses Rosenkranzgebet stand im Zeichen der Ruhe und der Medi­tation. Nach jedem Geheimnis folgte ein Gesang, um das Dasein mit dem Herrn in der Vereinigung mit Maria, der Mutter der Barmherzigkeit, aufzuheitern.

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