Vergessene Soziallehre?

Ein Kommentar von Matthias Nückel

Die Partei „Die Linke“ sorgt im rheinland-pfälzischen Landtagswahlkampf für Aufsehen. Sie wirbt auf Großplakaten mit Papst Franziskus um Wählerstimmen.

Unter einem Foto des Papstes steht ein kritisches Wort von Franziskus zur Wirtschaft.

Der Papst selbst hat unlängst betont, dass er „kein Linker“ sei. Er stehe stets auf dem Boden des Evangeliums und der katholischen Soziallehre, so Franziskus.

Sowohl das Evangelium als auch die Soziallehre sind unbequem. Bei beiden steht jeweils der Mensch im Mittelpunkt, was für die globale Wirtschaft vielfach ein Problem ist. Überall auf der Welt werden Menschen – viele Kinder – ausgebeutet, damit billige Waren auf den Markt kommen können und damit große Konzerne Profit machen können.

Wenn ausgerechnet „Die Linke“ dies im Wahlkampf zu nutzen versucht, dann liegt das sicher nicht daran, dass diese Partei besonders christlich wäre. Vielleicht ist der tiefere Grund, dass andere Parteien die christliche Soziallehre zu sehr vernachlässigen.

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