Treffen mit Walesa

Pastoralverbund Detmold pilgerte nach Polen

Höhepunkt der Pilgerreise war ein Treffen mit Lech Walesa (2. von links).

 

Detmold. Der Pastoralverbund Detmold hat eine achttägige Pilgerfahrt nach Danzig und Masuren unternommen. Das Motto lautete: „Glaubenszeugnisse unserer und vergangener Zeit.“ Einer der Höhepunkte der Reise war ein Treffen mit dem ehemaligen polnischen Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa.

Pilgerreisen veranstaltet der Pastoralverbund Detmold seit einigen Jahren in regelmäßigen Abständen. Zuvor ging es bereits nach Südpolen, Rom und Malta. 55 Teilnehmer schlossen sich der Reise in den Norden Polens an. Geistlich begleitet wurden sie von Pfarrer Christian Ritterbach und Pastor Adam Kostowski.

Sie zelebrierten Messfeiern im Posener Dom, in der Herz-­Jesu-Kirche in Allenstein und in der Wallfahrtskirche in Heiligenlinde.

Von Posen aus reiste die Gruppe nach Thorn an der Weichsel, der Geburtsstadt von Nikolaus Kopernikus. Danzig war einer der Höhepunkte der Reise. Der lediglich als Zeitzeuge angekündigte Vertreter der Solidarno´s´c war zur großen Überraschung der Reiseteilnehmer kein geringerer als der ehemalige polnische Staatspräsident Lech Walesa. Weitere Ziele der Reise waren die Westerplatte (Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939), die Marienburg, ehemals Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ritterordens und die masurische Seenplatte. Dort besuchte die Gruppe die evangelische Gemeinde in Nikolaiken sowie die barocke Wallfahrtskirche Heiligenlinde.

Ein scharfer Kontrast dazu war die Besichtigung der Wolfsschanze bei Rastenburg, dem ehemaligen „Führerhauptquartier“, den die Teilnehmer als bedrückend erlebten. Auf dem Hotelgelände in Sensburg wurde zum Abschluss mit einem Grillabend, mit Musik und Tanz und der Übergabe von Präsenten an die Organisatoren der Reise, Abschied gefeiert.

Die Fahrt hätte danach ein fröhliches unbeschwertes Ende nehmen können, wenn nicht ein Teilnehmer plötzlich schwer erkrankt wäre und die Heimreise nicht mit hätte antreten konnte. Zur großen Bestürzung der Pilger verstarb er wenige Tage später in einer Klinik in Allenstein.

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